Welcome to Paradise: The Bahamas! (Bilderversion)

4 12 2008

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Unser niedliches kleines Hotel

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Der Max beim Schnorcheln

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Auf dem Leuchtturm, im Hintergrund die Bucht

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Jorgens Hand mit seiner Kokosnuss… :)

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Aufm Tiefseefischerboot

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Das Taxi, auf der anderen Seite fahrend ;)

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Unser zuhause :) Hope Town

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Captn Jack’s

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Snorkeling

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Welcome to Paradise: The Bahamas!

4 12 2008

Seitdem ich hier angekommen bin, standen zwei riesige events bevor, die jeden Tag naeher Ruecken sollten.  Thanksgiving auf den Bahamas und Weihnachten an der Antarktis. Und mit dem Ende vom November, kam auch die Zeit fuer Thanksgiving. Alle hier haben sich schon seit langem darauf gefreut, der Jim hat uns bei Google Earth staendig gezeigt wo genau wir hinfahren und was wir alles sehen werden, aber so richtig wahrnehmen konnte ich das ganze tatsaechlich erst am vergangenen Mittwoch, denn das war der Tag der Abreise. In der frueh um neun, wurden Taschen, Taucherutensilien und Essen ins Auto gepackt und los gings zum kleinen prviatflughafen hier in Athens, Ben Epps Airport, wo schon seit ueber 20 Jahren Jims Flugzeuge (ja er hat mehrere) geparkt sind. Nachdem das Benzin auf Wasser untersucht wurde, sassen wir auch schon im Flugzeug, ich als COpilot. Der Flug war aeusserst angenehm, denn wir hatten leichten Rueckwind, der das ganze nochmal um 20 Minuten verkuerzt hat. Der Flug aber auch schoen, weil wir ueber Florida geflogen sind und dort die Kueste gut betrachten konnten, von oben natuerlich.

Nach ca. 3 Stunden und 15 Minuten standen wir dann auf dem Flughafen auf der Insel Abaco, Bahamas. Dort wurden unsere Papiere gecheckt und ich hab einen Stempel in meinen Reisepass bekommen. :) Allerdings mussten wir am Flughafen einige Zeit warten, denn da ist eine gruppe von ultrareichen Schnoeseln einfach an uns vorbei und hat sich vorgedraengelt. Mensch der Jim hat vielleicht geflucht… Ich fand das ganze allerdings auessert amuesant, denn diese Leute zu betrachten, wie sie ihre Pudel kuessen, kaemmen und deren Anziehsachen zurechtzupfen ist echt ein Augenschmaus, das koennt ihr mir glauben! Also, nachdem wir wie gesagt durch die „Grenzen“ gelassen wurden, nahmen wir uns ein Taxi nach Marsh Harbor, einer groesseren Stadt auf der Insel. Im Taxi, ist mir erst aufgefallen dass die Autos dort auf der anderen Strassenseite fahren! Das war echt witzig, denn in jeder Kurve sah ich uns schon gegen ein anderes Auto krachen. Aber nein, der Max lebt noch. Gottseidank,denkt ihr euch jetzt und ich muss nicken, denn ich will wenigstens die Antarktis noch erleben. ;)

So In Marsh Harbor wurde es ziemlich lustig, denn wir hatten ein Boot gemietet, im vorraus… Allerdings, hat der Jim vergessen bei welchem Bootverleih. Schlau wie er ist, hat er aber rechtzeitig noch geschaut was nach einem guten Namen klingt und dem Taxifahrer den Namen gesagt. Trotz der Sicherheit richtig zu liegen, hat der Jim dann aber, nach einer kleinen Diskussion mit dem Rainbow Bootverleih herausgefunden, dass wir unser Boot bei Blue Wave gemietet hat. Naja immerhin eine Farbe ;) . Im Bootservice haben wir dann unser vorgesehenes Boot bekommen, ein tolles grosses, weisses, schnelles,…. Boot :) Und unser Gepaeck eingeladen. Da ich beschaeftigt war die Seile aus dem Wasser zu ziehen, hab ich ein wenig zu spaet von selbst gemerkt, das Boot vom Steg zu stossen um musste mir natuerlich ein wenig sarkastisch vom Jim anhoeren: „Wir sind hier nicht nur zum Schauen auf dem Boot, hier wird auch gearbeitet.“

Naja wie auch immer ;) Ich fand das alles wiedermal ziemlich lustig und hab mit einem Schmunzeln zu kraeftig gestossen wie ich konnte. :D So kam es also dazu, dass wir Marsh Harbor verliessen um eine ca. 20 Minuetige Fahrt nach „Hope Town“ (eine weitere kleine Insel) auf uns nahmen. Der Jim am Steuer, gab natuerlich vollgas und fast waere ich davon geflogen. ;) Ordentlich durchlueftet kamen wir dann schliesslich so gegen halb sechs auf Hope Town an, einer kleinen Insel, die in der Mitte mit einem ziemlich schoenen alten Leuchtturm prunkt. Als wir in unserem Hotel ankamen war ich schon wahnsinnig ueberrascht. Alles war so wirklich auf einmal, das warme blaue Wasser, der Weinrote Sonnenunterganghimmel, die gigantischen Palmen mit etlichen Kokosnuessen, all die Voegel, die warme Sommerluft. Wahnsinn… Um zum eigentlichen kleinen Dorf auf der winzigen Insel zu kommen musste man uebrigends etwa 4 Minuten mit dem Boot fahren, denn es war genau auf der anderen Seite der Bucht. Das haben wir dann auch gemacht um bei „Captn Jack’s“ abend zu essen. Anschliessend sind wir in der mittlerweile gewordenen Finsternis ein wenig herumspaziert um schliesslich auf den Strand zu stossen, wo ich tatsaechlich den klaresten Sternenhimmel meines Lebens gesehen hab. Ich war einfach so sprachlos, zu ueberwaeltigt. Ich hab noch nie so viele Sterne so klar gesehen und dass auch noch in verbindung mit dem beruhigenden Rauschen des Meeres. Das, dachte ich mir, muss das Paradies sein.

Als wir dann im Bett lagen, koennte ich aufgrund des Schnarchens vom Jim, nicht wirklich schlafen, aber das musste ich auch nicht, denn ich musste erstmal das gesehene verarbeiten.

Am naechsten Morgen, gings nach einem kurzen Fruehstueck los zum Schnorcheln. Nachdem wir uns etwas verfahren hatten, haben wir schliesslich die richtige Stelle gefunden, Sandy Cay Korallenriff. :) So das sollte also mein erstes richtiges Schnorcheln werden. Was ich erwartet hab? Ich weiss es nicht. Jedenfalls nicht so viel wie das Gesehene. Als ich nach kurzem verstaendigen mit dem Jorgen, was passiert, wenn einer in Not ist, endlich ins Wasser sprang, dachte ich mir nur: Oh mein Gott und hab ca. ein Liter Salzwasser aus totaler Ueberwaeltigung geschluckt. Wie ein riesiger Wald unter dem Meeresspiegel eroeffnete sich da ca. 15 Meter von mir entfernt eine Wunderwelt aus Korallen, Wasserpflanzen, Annemonen, und und und. Ich war einfach erstmal geschockt, dass es wirklich noch viel schoener ist, als in all den Dokumentationen die ich bisher im TV mit voller Begeisterung verfolgt hab. Nein, das hier war groesser, das hier war echt. Ich koennte es anfassen! Und als ich mich umdrehte um den Jorgen zu sehen, stellte ich fest, dass mir ein Schwarm verschiedenster Fische gefolgt ist, die nun in allen moeglichen Farben strahlten und mich mit ihren grossen Fischaugen ueberrascht anglubschten. Das war ein wundervoller Moment. Nachdem ich noch einige Male Wasser schluckte, konnte ich mich endlich einigermassen an das gesehene „gewohnen“ und somit sind Jorgen und ich zwischen den Korallen und den Fischen uebergluecklich herumgeschwommen. Als wir schon auf dem Rueckweg waren, sah ich sie: ca 1 Meter unter mir war eine Wunderschoene ca. 60cm grosse Wasserschildkroete. Sie war so schoen und sah einfach so perfekt aus. Da dachte ich mir, die will ich mir doch mal genauer betrachten. Gedacht, getan. Doch das arme Tier schwamm natuerlich ein wenig Scheu davon. Allerdings konnte ich mich noch kurz halten und sie wirklich beruehren. Keine Angst, ich hab nichts kaputt gemacht ;) .

Als der Jorgen schliesslich im Boot war und ich auch schon fast drehte ich mich nochmals um um festzustellen, dass mir ein gigantischer Rochen gefolgt ist, der sich dann schleunigst umkehrte und zurueck Richtung Riff schwamm. Das ging alles so schnell, dass ich das noch garnicht so richig fassen konnte. So ein riesiges Tier. Wahnsinn!

Nachdem wir uns eine Weile auf dem Boot ausruhten fuhren wir dann nach auf einige Inseln um dort etwas zu Essen, oder einfach um zu Staunen, wie schoen dort alles war. Das Wasser sieht wirklich so aus, wie man es immer als Kind malt, mit dem strahlensten Blau das man im Malkasten finden kann. Und der Strand wie man ihn aus Filmen wie „Fluch der Karibik“ kennt, mit grossen Palmen und endlosen Horizonten.

Die naechsten zwei Tage waren im grossen und ganzen nicht viel anders, was KEINESFALLS als schlecht zu deuten ist, im Gegenteil! Ich hab um die Insel Abaco glaub ich fast jede kleine Insel betreten und die tollsten Korallenriffs beschwommen und erkundet. Um festzustellen, dass Muscheln die man aus dem Riff mitnimmt besonders bestialisch Stinken ;) ( Der Jorgen hat den versuch gemacht und ihn bis zum naechsten Mal ziemlich bereut).

Am Donnerstag gab es allerdings auch noch das traditionelle Thanksgiving Essen bei „Capt’n Jack’s“, Truthahn mit Kartoffelbrei und Sosse. Und noch so einiges was ich irgendwie bis heute nicht so ganz identifizieren konnte. War aber ganz gut und ich hab mich mal so richtig amerikanisch gefuehlt, mit meinem Truthahn auf den Bahamas. War echt ein tolles und lustiger Abend mit den Jungs.

Mit dem Jim war auch alles super, er war echt total Freundlich und hat auch alles gegeben um uns eine schoene Zeit auf den Bahamas zu bescheren. Gelegentlich durfte ich mir natuerlich wieder tolle sarkastische Sprueche anhoeren, aber die verletzen mich schon lange nicht mehr, denn ich weiss ja, dass sie im schlimmsten Fall nur halb so boese gemeint sind. Dafuer sagt er dann beim naechsten Mal eben wieder nettere Sachen und ist wieder total freundlich. :) Doch doch, das ist schon alles ganz gut wie es ist! :) An dem letzten Abend auf Hope Town wollte er bespielsweise eher schlafen gehen, und dass wir auch gehen, aber Jorgen und ich haben gesagt wir wollen lieber noch ein wenig spatzieren. Was wir dann auch machten, aber zum Jims Unwissen auf der anderen Seite der Insel :P So einen Sternenhimmel kann man sich einfach nicht entgehen lassen, wenn man doch nur so selten die Chance dazu bekommt, so etwas zu erleben!

Achja noch ein kleiner Einschub: Am letzten Tag hat der Jim auch Fischern 500 Dollar zugesteckt, dass sie uns mit auf eine Tour Tiefsee Fischen mitnehmen! Die erfahrensten Seeleute muessen allerdings auch manchmal leer ausgehen, worauf wir gerade einen solchen Tag erwischen mussten. Nachdem wir also ca. 4 Stunden ueber dem Wasser herumkurvten gingen wir dann mit leeren Haenden nach Hause, was den Jim so ziemlich zur Weissglut brachte, die dann durch Fang unseres Nachbarn (ca 2 Boxen VOLL) noch um so einiges geschuert wurde.

Unseren Letzten Tag auf den Bahamas hab wir dann allerdings auf Bimini, einer Insel, ca. 50 Meilen von der Kueste Floridas entfernt, verbracht. Und das war auch gut so. Die Insel war wirklich toll und dort gab es keinerlei Touristen. Die Insel ist naehmlich eine der Armutreichsten Inseln auf den Bahamas, und die ganzen Pudelbesitzer verbringen ihre Zeit in Marsh Harbor oder in Nassau. Nachdem wir, auf Essensuche durch die Strassen der kleinen Insel spazierten stiessen wir dann auf ein niedliches kleines Pizzarestaurant wo wir total freundlich bedient wurden. Den anschliessenden Abend vebrachten wir dann mit Billiard spielen und bei einer kleinen Dorfparty, auf der schon ordentlich getantzt wurde. Eins ist sicher, Bimini, ist eine tolle Erfahrung denn die Leute auf diesem kleinen Fleck Erde sind einfach unglaublich freundlich und hilfsbereit.

Alles in Allem war diese Thanksgiving Woche ein tolles Erlebnis, das mir fuer immer in Erinnerung bleiben wird. Die Bahamas sind wirklich traumhaft schoen und die Natuer spielt einen sehr grossen Faktor dort, die Leute sind einfach ueberraschend freundlich und das macht den Aufenthalt nochmal um einiges toller!

Der Rueckflug allerdings war… unertraeglich! Aufgrund ordentlicher Unwetter in Florida, wurden wir im Flugzeug herumgeschuettelt und mussten aus Vorsicht, 5 mal Landen! Die Behoerden in den USA waren uebrigens wesentlich strikter mit der Passlkontrolle und alles hat einige Zeit gedauert, bis die „Boesen Auslaender“ endlich reindurften, in die Staaten. Nein nein, so schlimm war dass natuerlich nicht, aber ein komischer Blick wurde uns schon gegeben, als wir da standen, am Flughafen und unseren auslaendischen Reisepaessen. ;) Naja nach einem ganzen Tag Rueckfluegen auf Umwegen sind wir dann irgendwann am spaeten Abend sicher gelandet. Allerdings in einer Stadt ca. 40 Meilen von Athens entfernt, da wir wegen dichten Nebels in Athens dort nicht Landen durften. ;)

Ich hoffe der Artikel war euch nicht zu lang zum Lesen und ihr habt es ein wenig genossen, denn es hat mich so einige Zeit gekostet, die ich wesentlich sinnvoller inverstieren haette koennen. ;) Nein, ich lass euch doch zu gerne an meinem kleinen Abenteuer teilhaben, also ihr wisst, was zu tun ist: Kraeftig kommentieren bitte!