Antarktis Bilder, Teil 1

4 01 2009

Hier natuerlich das, was ihr lieber habt als Worte, meine Bilder von dem trip.

ABER! Das ist erst der Anfang :D

Mehr folgen die naechsten Tage!

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Toursimusindustrie in Ushuaia

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Vom Hafen mit sicht auf den Beagle Channel

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IM Beagle Channel

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Mein erstes Pinguin Bild :)

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Pinguin Liebe :)

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Mit Stephanie

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Wir Jungs mit Dan, einem Canadischen Agenten xD

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Jorgen, Ich und Jim

Mehr Bilder folgen in Kuerze…





Eine Reise ans Ende der Welt… und darueber hinaus! (Teil 1)

4 01 2009

Erstmal ein frohes neues Jahr an euch alle! Mein erster Blogeintrag 2009 wird wahrscheinlich auch mein aussergewoehnlichster und unglaublichster, denn ich war wirklich am Ende der Welt…

1 : Hinflug

Also am 17. Dezember am Morgen begann unsere fantastische Reise. Um ungefaehr acht Uhr morgens packten wir bereits unsere Koffer in das Auto und auf gings nach Atlanta. Am Flughafen durften wir natuerlich ewigkeiten warten, denn wir flogen mit Delta, die groesste Fluggesellschaft der Welt, und damit durften wir auch ewig warten, bis wir endlich einchecken durften!

Um 12 Uhr nochwas sassen wir dann im Flieger nach Miami, Florida. An den Flug kann ich mich nichtmehr so wirklich erinnern, denn da ist so viel passiert, seitdem! In Miami wechselten wir dann ins Flugzeug nach Panama City und dort sass ich dann zwischen zwei lustigen Typen. Einer von denen war vielleicht so 18 und war schoen ueberall auf der Welt :) und kam gerade zurueck von Deutschland in seine Heimat, columbien.

So in Panama City haben wir dann ein wenig rumgelungert am Flughafen bis wir dann endlich in den Flieger nach Buenos Aires, der Hauptstadt von Argentinien durften. Wow. Wir hatten im wahrsten Sinne des Wortes „Scheissplaetze“, denn wir waren in der letzten Reihe und direkt neben dem Klo. ;) Im Endeffekt war das dann aber halb so schlimm, denn da es eh ein Uebernacht-Flug war, haben wir fast durchgeschlafen. Ich erinner mich nur noch dran, dass Jim und Jorgen sich eine Schlaftablette gegoennt haben und anschliessend auch ein Glaeschen Wein und das wirkte… ich glaube die zwei haben nicht viel vom Flug mitbekommen :)

In Buenos Aires angekommen waren wir erstmal schockiert wie warm es da war! Dort ist ja grad Sommeranfang und das hat man echt ordentlich zu spueren bekommen… ;) Die Sonne strahlte mit voller Kraft als wir vom Internationalen Airport ein Taxi zum Nationalen Airport nahmen. Die Flughaefen waren ca. eine Stunde von einander entfernt. Der Verkehr in Buenos Aires ist wahnsinn! Dort gibt es weder Linen auf der Strasse noch Reihen, denen die Autos folgen. Dort gibt es nur zwei Spuren, eine in eine und die andere in die Andere Richtung ;P Und dort wir auch gefahren wie man grad lustig ist… Auch der Abstand zwischen den Autos ist je nach Fahrer mal 10 mal 5 Centimeter. :D

Naja am Flughafen mussten wir dann erstmal eine Menge Zeit totschlagen und so machten wir uns auf einen kleinen Spaziergang an der Hauptstrasse entlang :D Das war natuerlich nicht ideal, aber um sich die Beine zu vertreten schon genuegend ;) Nach ewigen Stunden Wartens haben wir dann einen kleinen Kiosk gefunden, und uns dort hingesetzt…. Da der Jorgen ja seine Geige mit sich hatte, packte er einfach mal aus und hat ein bisschen Folkmusik fuer die verbluefften Leute gespielt ;) Das war echt lustig und die Leute waren dann (and Ende) doch begeistert und es gab dann auch einen kleinen Applaus.

Anschliessend waren wir im Flughafen und warteten…. und warteten…. und ploetzlich: Die Durchsagen ueberall:“Passengers Smith, Gawlik, und …Ah Nur…Aaah… last Call“ Ahhh und es hiess rennen, denn der Jim hat sich irgendwie mit dem Zeitplan verschaut, was aber echt passieren kann, denn das war echt verwirrend. Gott sei Dank haben wir dann aber noch rechtzeitig das Gate erreicht und somit den Flug erwischt! Im Flugzeug war es unertraeglich warm und ueberall wimmelte es nur so von komischen Deutschen Touristen… ;)

2.: First Time In Ushuaia

Das Flugzeug flog fuer ca. 2-3 Stunden und in den letzten 20 Minuten geschah das erste grosse Wunder auf diesem Trip fuer mich: Als wir so durch die Wolken flogen, ging urploetzlich ein Staunen durch die Leute, denn als sich schliesslich einige Luecken in den Wolken unter uns oeffneten, konnte man die wunderschoensten schneebedeckten Berggipfel bestauenen, die man sich nur vorstellen kann! Es war beinahe so wir in Herr der Ringe, die atemberaubenden Gebirgsketten und dazwischen die Taeler… Und das beste war: Keine Strassen, keine Haeuser, keine Felder, keine Zivilisation, nur unberuehrte Natur in der schoensten Kulisse die man sich ertraeumen kann! In Ushuaia am Flughafen war ich erstmal so erstaunt, dass ich mich kaum fassen konnte!

Das kleine Staedtchen war in einem Tal (fast so wie diese Fjords in Norwegen ;) ) am Ufer vom Beagle Channel. Mit einem kleinen Hafen, und ca. 80.000 Menschen. Umgeben von gigantischen Bergen mit Schneegipfeln und einem Gletscher. Die Leute in Ushuaia sind sehr nett und sehen echt total schoen aus :) Ihre Hautfarbe ist leichtes Braunliches Rot und die Haare sind meistens Schwarz. Natuerlich sehen dort nicht alle Leute so aus, denn es ist ja auch eine Stadt die gross im Tourismusgeschaeft ist. Aber einige, denn der Legende nach waren dort die mit die aeltesten Ureinwohner Suedamerikas. (die Angeblich immer Nackt rumgelaufen sind!) TROTZ DER AFFENKAELTE IM WINTER! Anscheinend solls im Winter dort bis an die -25*C werden… Ein Glueck, dass grad Sommer war! Naja Ushuaia ist ja die Suedlichste Stadt der Welt und deswegen, wie schon gesagt auch ziemlich gross im Tourismus. Daher kam es auch, dass wir dann in einem wesentlich geilen Luxushotel blieben :P

Am Abend goennten wir uns dann ein Essen in einem Krassen Luxusrestaurant mit dem BESTEN Lachs den ich je genossen hab! Ansonsten habe n wir dann noch einen Wein geoeffnet und angestossen, auf unsere grosse Reise! Nach einem kurzen Abendspaziergang ( denn es war vielleicht nur so 7*C und wir waren immernoch in unserer Buenos Aires – Sommertracht) und einem bestaunen der grossen Schiffe gings dann an diesem Abend auch recht Bald ins Bettchen.

Am naechsten Morgen haben wir dann verschlafen und sind schliesslich um ca. 12:30 aufgewacht ;) Den Tag haben wir dann nur mit Bummeln verbracht, bis es dann 4 Uhr wurde und es Zeit wurde sich zum Hafen zu begeben!

Am Hafen angelangt, wurden wir dann, nach einer Sicherheitskontrolle zum Schiff gefuehrt.

3.: Das Neue Zuhause

Welcome on POLAR STAR mein neues Zuhause fuer die naechsten 10 Tage! Das Schiff war ausgestattet fuer 100 Leute, und so viele waren dann auch drauf. Und innerhalb der kurzen Zeit wuchsen wir dann wirklich zusammen wie eine kleine Familie :) Nach einem Willkommensgruss und einem Kurzen Lifevestdrill gings dann tatsaechlich los!!! Auf die groesste Reise die ich mir nur vorstellen konnte! Als wir so aus dem Hafen herausmanoevrierten, kam ein Maedl auf mich zu, die spaeter ein sehr guter Freund werden sollte: Stephanie aus London, Halbdeutsch. So haben wir uns dann ein wenig unterhalten und kennen gelernt. Mensch war ich froh, dass wir (der Jorgen und ich) nicht die einzigen Jugendlichen auf dem Schiff waren, denn in der information die wir vorab geschickt bekommen hatten hiess es das Durschnittsalter betrage 46-63 oder so. Und anscheinend, stellte sich spaeter heraus, fuerchteten sich alle meine Freunde davor ;) .

Am Abend tuckerten wir also durch den Beagle Channel, zwischen Argentinien und Chile und einer atemberaubenden Kulisse! Im Kanal gab es dann schon die ersten tollen Voegel und Pinguine zu bestaunen und dort haben wir dann auch irgendwann Tschuess sagen muessen, zu Suedamerika und dem „Fin del Mundo“ (Dem Ende der Welt) oder dem Feuerland und hallo zu dem Offenen Ozean, zur Drake Passage, der meistgefuerchteten See der Welt. Und tatsaechlich… die See war nicht ohne!

4.: Seekrank

Die Drake Passage ist tatsaechlich nich ganz so spassig… Als ich am Morgen aufwachte und meine Augen oeffnete…. Rannte ich aufs Klo um mich zu uebergeben ;) . Unsere Kabine war recht klein und ich schlief auf einem Stockbett, oben. Toll… Die naechsten zwei Tage spielte sich dieses Bild des oefteren ab: Ich quaele mich im Bett herum bis ich dann schliesslich runterplumpse wie ein Sack voller Kartoffeln und mich mit den letzten Schritten ueber die Kloschuessel Stuerze. Wir mussten uns unser Badezimmer mit dem Raum neben uns teilen, und darum bin ich Froh! Denn neben uns war das Zimmer des Doktors! Und da er mitbekommen hab, dass ich mich am ersten Tag bereits 10 mal ( ohne Mist) Uebergeben musste, hat er sich dann um mich gekuemmert und mir ein Seeuebelkeitspflaster verpasst, da ich jegliche Tabletten sofort wieder… absorbiert habe ;) . Angeblich hatten wir perfektes Wetter und die See war sehr ruhig… (die Wellen waren nur so 4 Meter hoch und jede Sekunde die du aufrecht standest wurdest du auf die andere Seite des Raumes geschlaeudert). und ich bin wahsinnig gluecklich, dass wir „Stille See“ geniessen durften, denn in meinem Magen war bereits nichts mehr zum auswerfen… :D

Naja die zwei Tage ist es wohl einigen Leuten so ergangen, aber angeblich war ich dann noch einer der Spezialfaelle.

5.: Der Erste Tag an der Antarktis

Als ich am dritten Morgen aufm Schiff meine Augen oeffnete wusste ich sofort, dass etwas anders war! Ja! Ich musste nicht mehr aufs Klo rennen, denn wir waren ENDLICH raus aus der Drake Passage! Allein deshalb hab ich mich schon so wesentlich gefreut… Doch als ich dann einen Blick nach draussen warf, war ALLE Seeuebelkeit und all das herumgekotze mit einem Mal vergessen! Unser Schiff war zwischen wahnsinnigen Schneebergen und Eisbergen und der Schnee rieselte langsam auf uns herab. Das war wirklich wie in einem Traum! Mein aller erster Blick mit eigenen Augen auf die Antarktis, war ein Blick voller Staunen, voller Atemlosigkeit. Ich werde nie vergessen, wie schoen, wie friedlich und wie blau und weiss die Antarktis war. :) Am Morgen gings dann also nach einem kurzen Fruehstueck mit meinen vielen Freunden auf dem Schiff los mit den Zodiacs (eine art Schlauchboot mit Motor) auf Land und dort hab ich dann auch meine ersten Pinguine getroffen! Wir haben dort Gentoo Pinguine getroffen (eine von 4 Arten die wir innerhalb der 5 Tage auf Land sehen durften).  Ich habe mich in diese kleinen watschelnden Tiere verliebt und trotz ihres bestialischen Gestankes hab ich mich ganz oft hingesetzt um von den kleinen Kreaturen umzingelt zu werden. Piguine stinken wirklich schlimmer als im Kuhstall, und auch ihr Kot versaut den ganzen Schnee und macht alles Braun und Matschig. Aber was solls, denn die kleinen Watscheln dann in deinen Weg und setzen sich einfach hin. Und du kannst nichts machen als warten…. und warten… bis sie sich endlich davon machen und du auf deinem kleinen Pfad weitergehen kannst.

Der Teil der Antarktis auf dem wir uns befanden wird Antarktische Peninsula genannt und die meisten „Besucher“ werden an diesen Teil der Antarktis gefuehrt. Jaehrlich kommen ca. 30.000 Besucher an die Antarktis, mit Schiffen wie unserem. Unser expeditionsTeam war wahnsinnig toll, denn sie wussten wirklich alles was man sie nur Fragen wollte. Da waren Sonya (von Deutschland), Ursula (von der Schweiz), Joel (amerika), Chris (Amerika), Megan (Australien), Jack (England) und noch einige andere. Die Leute waren entweder Geographen, Authoren, Biologen oder sonstige Forscher. Die Passagiere waren aber auch von aller Welt und somit habe ich nun neue Freunde aus Amerika, Canada, England, Deutschland, Australien, Holland, China, Deutschland… Es waren einige Jugendliche am Schiff und wir haben uns alle so gut verstanden, dass sich nach wenigen Tagen eine feste Gruppe von netten Leuten Bildete, diese Bestand aus: Annie, Cara, Steph, Maggie, Anya, Mir, Jorgen und Tucker.  Und fast alle waren zwischen 16 und 18.

Auf unserer Reise haben wir auch zwei Stationen besucht, eine Ukrainische (Vernadsky) und eine Britische (Port Lockroy). Auf der Ukranischen Station haben wir dann auch eine Fuehrung bekommen und einen Einblick in das Leben der Forscher bekommen. Wahnsinn wie die so vernab der Zivilisation leben koennen in einer unglaublichen Kaelte im Winter von ca. -50*C… Naja auf der Station wurde uebrigends, vor einige Jahren, das Ozonloch entdeckt! Die Britische Station war uebrigends nicht mehr in Aktion, war nur noch so etwas wie ein Museum fuer die Besuchter.

Das Wetter war alles in Allem echt traumhaft und ueberraschend warm! Tagsueber war es zwar meist Bewoelkt aber dafuer nur ca. 1-3 Grad Celsius, was, wenn man sich vorstellt, dass wir am kaeltesten, trockensten und windigsten Kontinent der Welt waren, echt warm ist! Naja um ehrlich zu sein, es ist ja grad Sommer dort und wir waren ja eh nur an der noerdlichsten Kueste… Ich will nicht wissen wie es sich am tatsaechlichen Suedpol zur Winterzeit anfuehlt ;) .

So, da ich jetzt schon eine Menge geschrieben hab, mach ich hier mal eine Kurze Pause und werde Spaeter oder morgen weiter machen, denn meine Finger brennen schon vom Tippen. :D