Liebe Leser,
Ihr dachtet mit Sicherheit, dass es nach meinem Antarktisbericht erstmal still hier wird… Falsch gedacht! Denn noch hab ich nicht genug in die Tast gehauen!
Hier noch eine kleine Portion Ushuaia-geschwaerme von mir. Zu erst moechte ich aber mal ganz stolz auf meine Umlaute in der Ueberschrift hinweisen!
Toll oder? Habe diese von einer deutschsprachigen Homepage kopiert und hier eingefuegt. So wahnsinnig clever bin ich… Eigentlich koennte ich es hier staendig so machen, aber da ich viel zu faul fuer sowas bin, muesst ihr euch hier mit den gewohnten ae’s, oe’s und ue’s abfinden.
So, und nun zum wesentlichen! Im folgenden moechte ich euch ein wenig ueber meine zwei letzten Tage in Ushuaia berichten, die wirklich fabuloes abgelaufen sind! Nachdem wir am 29. morgens in Ushuaia ankamen nahmen wir gleich ein Taxi zu unserem vorgebuchten hotel. der Taxifahrer hatte ueberraschender Weise ein paar wenige Englischkentnisse die uns vermuten liesen, dass unser Hotel ca. 15 Minuten von der eigentlichen Stadt entfernt sei. Natuerlich hielten wir das fuer ein Missverstaendnis, denn um Ushuaia gibt es vielleicht 2 asphaltierte Strassen mit ca. 10 einsturzgefaehrdeten Huetten… Doch wir haben den Fahrer tatsaechlich richtig verstanden und somit ging es dann in der Tat auf Landwegen und durch Matschige Gruben in den Pfaden zu einem wunderschoenen Hotel am Strand, dass man aus der Stadt nicht sehen kann, denn um das Hotel herum waren ja keine Strassen oder anderen Haeuser. Im Hotel angekommen checkten wir erstmal ein und… WOW es war mit Abstand das tollste Hotel, dass wir bis dato erlebt hatten! (was zumindest Jorgen und mich betrifft). In der Lobby gab es einen grossen steinernen Kamin mit lodernden Feuerchen, damit einige Couches mit Fell und einem wunderschoenen Holztisch, der offenbar aus irgendeiner Wurzel hergestellt wurde. In der Lobby gab es ausserdem einen kleinen Brunnen genau in der Mitte, der einfach alle Blicke auf sich zog. Das Zimmer hatte drei grosse Betten, die mit den schoensten Decken und Kissen perfekt zum Holz des Bettes angepasst wurden. Die Decke und der Boden waren ebenfalls aus dunklem, matt-glaenzenden Holz, waehrend das Badezimmer aus dunklem Gestein und Glass hergerichtet wurde, was wirklich zuperschoen wirkte. Im generellen wurde bei diesem Hotel sehr stilvoll auf alle Kleinigkeiten geachtet um alles trotzdem einfach, simpel und natuerlich wirken zu lassen.
Doch genug von einem Hotel, denn sowas koennt ihr ja auch in jedem Hotelmagazin lesen/sehen. Hin zu Ushuaia! Den Nachmittag haben wir dann in der Stadt verbracht, wobei wir in einem kleinen Schockogeschaeft University of Georgia Studenten getroffen haben, die uns dann freundlicherweise einen Tipp fuer ein gutes und guenstiges Restaurant gaben. Es war wirlich ein grosser zufall, dass wir die dort getroffen haben, denn immerhin haben wir IN USHUAIA selbst, NIE jemanden getroffen, der aus Amerika kam.
Im Schockogeschaeft gabs allerdings ein guten Brownie und eine heisse Schocki, wobei der Jim und Jorgen einen Kaffee bestellt hatten. Als die getraenke kamen, gabs den Kaffee in Espressogroesse (wie sich hinterher herausstellte in ganz Argentinien, wenn du einen gewoehnlichen Kaffee bestellst) was die Jungs ziemlich enttaeuscht hat und mich mit meiner Schoki natuerlich viel besser aussehen lassen hat.
Als wir dann so, nach einem Museumsbesuch des Gefaengismuseums (was ganz interessant war! wer haette gedacht, dass dort unten tatsaechlich eins der groessten Schwerverbrechergefaengnisse der Welt war!? Die Leute dort haben es behandelt wie Askaban
) haben wir uns dann entschlossen den beruehmten Ushuaia Gletscher zu besichtigen. Und das sollte fuer mich wiedermal eins unserer vielen Highlights werden. Aber ich glaube dort habe ich die tollsten Kulissenbilder meines Lebens in meinen Kopf gebrannt
Und keiner kann sie mir wegnehmen!
Der Gletscher war, auf einer Serpentine ein ca. 20minuetiger Autoweg, und von dort aus ging es mit einem Gondellift naeher an die ganze Geschichte. Wer schonmal in Deutschland oder Oesterreich in einer Gondel gefahren ist, weiss, dass sie dort sehr auf sicherheit und auf diese Buegel wert legen. Was dort absolut nicht der Fall war. Denn wenn du Lust hattest konntest du grad mal ohne Buegel fahren und auch sonst – kein Personal, dass dir beim Einsteigen oder Aussteigen half. – Was mich jetzt nicht sonderlich stoerte
Am Berg angekommen ging das ganze Erlebnis aber erstmal los! Denn von dort aus begannen einige schoene Wanderwege, die hoch hinauf in die verschneiten Berge fuehrten.
Der Weg fuer den wir uns entschieden haben, fuehrte ziemlich weit hinauf, bis an die steilen Steinwaende, die nicht fern von den Gipfeln waren – und dort war es so richtig KALT! Brrr… Allerdings haben wir auf unserem ca. 2-3 Stuendigen Weg eine MENGE wundervoller und farbenfroher Pflanzen und bluemchen gesehen, die direkt neben den kleinen Steinigem Pfad der kaelte Standhielten. Desweiteren gab es dort unmengen von Julia’s (meine Schwester) Lieblingen: Moose! Diese Moose gab es dort in allem moeglichen Ausfuehrungen, als grossblaettrige dunkelgruene und als hellgruene Flaechen, die an wenigen Stellen kleine Knospen hatten. Moose die ein wenig blaeulich wirkten gab es auch. (Die Anspielung auf die Julia, weil sie sowas ja studiert). Bei all den wunderschoenen Pflanzen und Steinen die es dort oben gab, viel mir auf, dass ich, bis auf 2 Schmetterlinge allerdings kein einziges Tier sah! Keine Voegel, keine Maeuse, keine Fische im Bach, kein garnichts… Nichtmal Insekten!
Naja wie auch immer, die Ausicht war einfach umwerfend: Der Pfad war in einem kleinen Spalt zwischen den gigantischen Bergen und inmitten des grossen Tales, das wie ein V bis nach Ushuaia fuehrte und auch so perfekte Sicht auf Ushuaia und den Hafen gab, wovon wir dann auch unser kleines Schiffchen sehen konnten.
Auf dem rueckweg nach unten viel mir noch etwas sehr aussergewoehnliches auf: als wir wieder in die Baumzone kamen, bemerkte ich, dass alle Baeume sehr ausserordentliche Stammformen besassen und dass alle extrems gebogen und verwirrt vielleicht grademal eine Hoehe von ca. 2.5 Meter Maximalhoehe aufwiesen. Das hat mit sicherheit mit dem kalten Wetter zu tun, das dort im Winter herrschen muss! Jedenfalls waren die Baeume unglaublich schoen und fast wie Kunstwerke, so wirr mit den Aesten und Stamm verschlungen.
Den restlichen Abend verbrachten wir dann im empfohlenen Restaurant, wo ich mir dann Pasta goennen durfte, was einfach unglaublich gut tut! Da man hier in meinem Haus hier so wenig mit Nudeln oder Brot und Reis ist, was, wer mich kennt, ja mal garnicht gut geht 
Geschlafen hab ich in der Nacht besonders gut, da ich ja seit fast zwei Wochen nicht mehr in einem absolut ruhigem Bett geschlafen hatte. Und um ehrlich zu sein, das Hotelbett, war besser als das Bett in meinem kleinen Kabinchen auf dem Schiff… Die Nacht war schnell vorbei, und als ich die Augen aufmachte, war es schon wieder viel zu spaet am naechsten Morgen.
Um ca. 10 Uhr mussten wir dann schon am Flughafen sein, was nach einem erstaerkenden Fruehstueck in dem wundervollen Hotel auch kein Problem war! Denn zu Fruehstueck gab es alles was man sich nur vorstellen kann – Frisch und koestlich zum Verzehr bereit. Das hab ich mir nicht lange sagen muessen und schon war der Bauch voll, denn wenn man nicht mit Verstand isst, ist man schneller voll als man eigentlich will!
(dafuer hab ich mir dann etwas mit rausgeschmuggelt. hihi)
Der Flug war dann auch ganz angenehm, denn wir hatten, aufgrund eines buchungsproblemes der Argentur 1. Klasse Sitze, die natuerlich viel bequemer und gemuetlicher sind. Als dann allerdings ein grausam Stinkiger Mann hinzustieg und seinen gigantisches Hinterteil neben mir platzierte wurde aus dem Flug eine schweiss-ueber-parfuermierte Erfahrung, die ich einfach angeekelt und ernuechternd auf mich nehmen musste… es war aber gottseidank noch auszuhalten, als ich nach 20 Minuten ein wenig Schlaf fand.
Der Flug war ca. 3 1/2 Stunden, bis wir am 30. wieder in Buenos Aires landeten…
Aber das, gehoert zur naechsten Geschichte!