Huhu liebstes Leservolk!
Hier noch ein kurzer Nachtrag von unseren wundervollen letzten Tagen auf unserem gigantischen Trip an die Antarktis. Dieser Artikel handelt von den wenigen Tagen, die wir in Buenos Aires verbracht haben!
Also als wir am 29. Dezember von Ushuaia abflogen landeten wir nach ca. 3 Stunden in der Hauptstadt Argentiniens, Buenos Aires. Wie bereits erwaehnt, ist diese Stadt ein einziges Chaos, aber trotzdem wundervoll und total schoen (an vielen, aber nicht allen Stellen). Unser Hotel war neben dem Nationalem Friedhof im Zenter der Stadt. Der Friedhof ist echt sehr… erschreckend, aber schoen. Man koennte es „morbide Schoenheit“ nennen, denn all die grossen Graeber sind ausgestattet mit Lebensgrossen Engeln, Statuen oder Kreuzen. Auf dem Friedhof ist auch die beruehmte Eva Peron (oder kurz „Evita“) begraben, eine nationale Heldin Argentiniens, die leider mit 32 verstarb. Jorgen und Jim mochten den Friedhof nicht besonders, denn sie fanden, dass das irgendwie zu morbid ist. Ich versteh das, aber ich fands schon ziemlich beeindruckend. Und fuer mich wars auch irgendwie cool, denn der Friedhof ist einer der beruehmtesten der Welt und war Schauplatz in etlichen Filmen.
Wie auch immer, unser Hotel, gleich nebenan, war ein Traum
. Das Hotel war extrem schmal und somit hatten wir ein ganzes Stockwerk. Unsere Suite hatte zwei Badezimmer, wobei jedes etwa so gross war, wie unser ganzes Wohnzimmer zu Hause. Achja, in der zweiten Nacht viel der Strom aus! Aufeinmal gabz nen Kurzschluss und Licht und Strom war aus! Dafuer mussten wir diesen Tag nichts bezahlen und das sparte dem Jim natuerlich eine Menge Geld, bei dem tollen Hotel!
Ich fands sehr cool…
Also ich weis schon garnichtmehr was wir alles gesehen haben, weils schon so lange her ist!\
Am folgenden Tag sind wir nur ein wenig rumgelaufen und haben feststellen muessen, dass die Autos wirklich VERRUECKT fahren! Wie in einem frueheren Artikel erwaehnt, gibt es dort keine Linien oder sonstiges auf der Strasse, also faehrt jeder, wo er will! Und auch der Abstand ist vielleicht grademal 10 cm.
GRUSELIG!
Okay, also am letzten Tag des Jahres, hatten wir einen Einheimischen von dem Bezirk, der uns in seinem Auto fuer ca. 3 Stunden herumgefuehrt hat. Dabei haben wir das Gebaeude der Regierung besichtigt, die Nationale Kirche, und letztlich das beste: Caminito, der Stadtteil, in dem Tango gegruendet wurde! Die Nachbarschaft ist zwar die aermste von Buenos Aires und das kann man auch auf etliche Haeusern feststellen, mit all den einsturzgefaehrdeten Schuppen, aber dann kommt man in diese historische Strasse: Alle Haeuser sind Gelb, Gruen, Blau und Rot bemalt und scheinen im hellen Sonnenlicht Argentiniens. Die Leute in der Strasse tanzen, denn ueberall ist Musik. Ueberall ist Tango, der Tanzstil der genau aus dieser Strasse kommt! Und alle Leute sind wunderschoen angezogen!
Wow das war echt ein tolles Bild!
Ansonsten war die Fuehrung auch sehr beeindruckend, denn wir bekamen nicht nur die beruehmten Touristenplaetze zu sehen, sondern auch was sonst so abgeht! Buenos Aires ist eine Metropole mit ca. 14 Millionen Menschen und das merkt man auch! Von den hoechsten Gebaeuden, internationalen Industriesitzen bis in die Armenviertel, die wirklich in aermsten Verhaeltnissen hausen. Es war echt nicht leicht, die ernorme Armut so nah zu erleben. So etwas habe ich auch noch nie zuvor gesehen.
So am Abend war das lustigste unseres ganzen Aufenthaltes in Buenos Aires! Der freundliche Touristenfuehrungsmensch ( hihi, was fuer ein Wort) hat uns Karten fuer ein spektakulaeres Tangotheater gebucht, und er sagte das waere 300 Pesos pro Person, was umgerechnet ca. 100 US. Dollar entspricht. Jim war einverstanden und somit gings also am Abend in das beruehmteste Theater in ganz Argentinien! Als uns ein Auto des Theaters abholte kamen wir in einem wunderschoenen grossen Saal mit fabelhafter Buehne an! Fuer das Essen gab es ca. 20 Besteckstuecke bereits zurecht gelgegt und 3 Glaeser pro Person. Als wir das Essen waehlten, hab ich mich fuer Crepes mit CHampignions entschieden. Nachdem wir uns am Buffet bedienten (und ich das erste Mal sushi getestet habe) war ich schon fast voll, so viele koestlichkeiten gab es da! Aber dann kam der erste Gang, eine Blaetterteigtasche gefuellt mit Gemuese und zeug das mir nicht bekannt war. Das Hauptmenu war dann mein Crepes, und woooow, das war sooo gut!
Koestlich! Naja und als Nachspeise gabs dann Eis.
Oh man und ich red auch nur vom Essen, oder? WIr hatten wirklich eine wunderschoene Zeit und superviel Spass! Alles war super, doch dann kam die grosse Ueberraschung, die rechnung: Pro Person 300 US. DOLLAR! Der Jim dachte es war ein schlechter Scherz und fuer einen Augenblick war stille und wir alle waren geschockt! Naja nach kurzem Aufregen von uns allen, haben wir beschlossen, das beste aus dem Abend zu machen. Um uns herum waren ca. 600 Menschen, alle in Abendkostuemen und geschmueckt mit Juwelen. Bei der Gesellschaft war klar, dass so viel Geld zu erwarten war. Naja die Tangoshow war wirklich FANTASTISCH! Es waren ca. 10 Taenzer/innen, die von einem kleinen Orchester begleitet wurden. Die Taenzer/innen waren alle von bedeidenswerter Statur und auch sonst wirklich einfach nur schoen
( Generell, waren dort so wahnsinnig wunderschoene Menschen in der Stadt unterwegs, das glaubt man garnicht!). Das Tanzen war natuerlich makellos und jede Bewegung sah einfach so leicht und schwerelos aus, alles unglaublich prezise und genau abgestimmt. Atemberaubend. Aber auch das Orchester, die Akkordeonspieler (3), Geige, Kontrabass, Viola und Klavier gaben ihr bestes mit abwechselnden Soli und Ensemblestuecken. Das Tangomotiv war ein roter Faden durch das Progamm und der rythmus blieb mir noch bis ueber die naechsten Tage in den Ohren. Nach einer Show von ca. einer Stunde war es auch schon fast Mitternacht! Als es dann so ca. 3 Minuten vor dem Jahreswechsel war, oeffnete sich der Vorhang nochmals und auf der Buehne stand eine grosse Goldene Geschenkbox. Als der Countdown abgezaehlt wurde, oeffnete sich zum Finale die Box und drei „Gottheiten“ marschierten aus der Box. Die Damen waren nur mit goldenen Bodypaint bedeckt und hatten gigantische Drahtgestelle auf dem Kopf. Es sah alles etwas obskur aus, aber es war definitiv sehenswert!
Anschliessend gab es laute Musik, und Leute haben auf der Buehne getanzt. Die Musik war aus aller Welt und auch Artisten wie Mika, Scissor Sisters waren vertreten. Danach gings nach Hause und auch bald zu Bett. Das war mit sicherheit die aussergewoehnlichste Neujahrsfeier die ich je erlebt habe! Aber mit sicherheit auch eine der Besten. Wir hatten echt, auch trotz der schlechten Ueberraschung, einen wunderschoenen Abend und eine Menge Spass!
Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass in Argentinien KEIN Englisch gesprochen wird, weder in Hotels, Restaurants, noch am Flughafen. Ueberall nur Spanisch. Den Jim hat das ziemlich gestoert, ist ja auch verstaendlich, den sonst ist ja Englisch UEBERALL! Naja wie auch immer, irgendwie konnten wir uns immer verstaendigen und kamen dort hin, wo wir hinwollten.

Die Sicht von unserem Hotel

Unser Balkon



Im Armutsviertel


Folklore Taenzer In Caminuto


Auf dem Friedhof

Grab von Evita



Im Theater

Die attraktiven Taenzer/innen

Die Goettinnen (die Umhaenge sind dann auch gefallen…)