Impossible things are happening everyday!

31 03 2009

Die Show vorbei!

Doch die Magie steht noch in der Luft.

So lang die Vorbereitungen auch andauerten, war die Show in kuerzester Dauer vorbei. Ueber mehr als 10 Wochen wurde intensivst geprobt, gelernt und gebaut, besonders in den letzten zwei Wochen hiess es JEDEN Tag proben direkt nacht Schulschluss bis je ca. 10 -11 uhr abends. Ja da blieb natuerlich kaum Zeit fuer ein Leben neben dem Theater, aber Mensch, ich habs mir ja selbst ausgesucht!

Und es hat sich alles durchaus gelohnt! CINDERELLA war meine bisher groesste Show und auch mit Abstand die beliebteste in der ich je mitwirkte. Ich konnte mir die Rolle des Lionel erwerben, worauf ich schon sehr stolz bin, denn dadurch war ich in den meisten Szenen und ausserdem hatte ich ein Solostueck. Das Lied heisst „The Prince is giving a Ball“ und ist echt eine Menge Spass! Hierbei wurde ich dann am Ende auf einer Plattform auf die Buehne gerollt und darauf stehend gesungen, waehrend alle anderen um mich herumtanzten! Es war wirklich toll, ich hab mich nicht versungen und alles hat Spass gemacht! Die Ensemble Mitglieder haben waehrend des Stueckes taenze aufgefuehrt die sie selber erfunden haben und ich muss sagen: WOW die Leute sind so kreativ! Es war wundervoll mit solchen grossartigen Menschen zusammen zu arbeiten.

Die Shows ansich liefen fabelhaft… Bis auf die erste: Donnerstag nacht! Oh mein gott! Ich stand den Traenen nahe! Nichts lief wie es sollte! Rein Schauspielerisch war es exzelent, doch die Technik schien noch nicht so ganz zu funktionieren. So wurden bei der Show: falsche vorhaenge geschlossen, Leute von Plattformen umgeschubst, Mikrophone nicht Stummgeschalten offstage, Lichtprobleme, Cinderella hat ihre Peruecke verloren. So einiges ging schief, und doch: Es war ok. Leider wurde meines Wissens ausschliesslich an ausgerechnet diesem Abend gefilmt!

Das Publikum war das kleinste (Gott sei Dank!) von allen vier Tagen und es waren etwa 200-300 Zuschauer da.

Dann jedoch Freitag und Samstag: an beiden Abenden waren schaetzungsweise je 350+ Besucher da und alles lief perfekt! Stimmlich alle Stuecke ideal, Cinderella und der Prinz haben wundervoll gespielt, alle Mikrophone waren intakt und es war einfach nur traumhaft!

Sonntag war auch wundervoll und das beste war: SO viele kleine Kids! Die waren alle total putzig und als wir nach der Show dann alle in Kostuemen rauskamen wurden wir mit strahlenden Kinderaugen betrachtet! Mensch das war echt so putzig! :) Die Show wurde auch wieder von ca. 300-400 Zuschauern betrachtet und es war wirklich toll so einen grossen Applaus zu bekommen!

Meine Castkollegen waren wundervoll und allesamt waren sie wundervolle Schauspieler. Die 7 weiterem  Hauptrollen (neben mir) waren besonders gut, besonders die Boese Stiefmutter! Gespielt wurde sie von SJ, einer der meiner Meinung nach besten Schauspielerinnen die ich je getroffen hab. Ihre Aufgabe war es mich auf der Buehne in allen moeglichen Szenen zu bezirtzen und darauf hin gab es dann besonders viele Lacher.

:D

Cinderella war wirklich der Wahnsinn! Ich bin so froh, dass ich mitwirken durfte, besonders als eine der Hauptrollen! Die Anzahl der Mitwirkenden Personen betrug ca. 60 leute, wobei glaube ich jedoch nur 40 auf der Buehne Standen, die anderen Hinter der Buehne und in der Technik! Und So viele Leute kamen und haben uns zugesehen! Es war wirklich grossartig :)

Die Lieder toll, die Stimmen toll, die Schauspieler toll, die Buehe toll, die taenze toll! Was will man mehr?





Hell Week

24 03 2009

Das Schweigen hat mal wieder einen Grund!

Momentan gehts ja in meinem Leben ganz schoen rund! Hier wechsel ich Gastfamilie, dort hab ich Orchester und dann natuerlich die letzte Woche vor der grossen Auffuehrung! HELLWEEK! Es ist so weit! In wenigen Tagen haben wir unsere grosse Cinderella Produktion und es stehen immernoch etliche Dinge an die noch erledigen werden muessen. Seit anfang des Jahres war die ganze Geschichte schon im laufen und jetzt geht es so langsam (oder eher ganz schnell) dem Ende entgegen! Von Donnerstag bis Sonntag haben wir 4 Auffuehrungen. An unserem Set wurden tausende von Dollar ausgegeben und ich kann mir garnicht vorstellen wie viele Tage Arbeit daran verbracht wurde.

Ich hoffe so sehr, dass alles gut laeuft und ich werde euch dann im Nachhinein berichten ob ich mich gut als Lionel gegeben hab und ob das ganze Stueck ein Erfolg oder ein Reinfall war. Ich hoffe mein Solo laeuft gut und ich fall nicht von meiner von mir Selbstgebauten Plattform. Unser Cast hat einige brilliante Stimmen und herrausragende Schauspieler und ich seh dem ganzen zwar noch etwas nervoes, jedoch auch sehr optimistisch gegenueber!

Ansonsten wollte ich noch ankuendingen, dass ich zu Rock Im Park gehen werde und dass ich schon total aufgeregt bin! Guano Apes? Ich habe gedacht ich sei verrueckt, als ich das vorherige Woche im Internet las. Drei meiner Absoluten Favortien kommen und das macht das ganze schon aeusserst attraktiv. Auch wenn weder meine Schwestern noch Claudia und Kathrin kommen werden :( werd ich sicherlich eine Menge Spass haben und jemanden finden der mit mir geht!

Bis auf ganz bald,

denn ich komm ja schon in 2 Monatchen wieder!

Liebste Gruesse,

Euer Lionel





Max and 2000 Georgia Theater Kids!

15 03 2009

Hallo,

Die letzten tage im Februar hab ich mit 2000 Drama Kids an der Thespian Conference in Columbus Georgia verbracht. Die internationale Thespian Society ist eine Gesellschaft von und fuer Theatererfahrene High School Schueler die an einer Conference eine Menge Lernen, Sehen und Ausprobieren koennen.

Die meisten Schulen in Amerika mit einem Theater Deparment haben einige sogenannte Thespians, dies sind Schueler die in mindestens 2 Theaterstuecken mitwirkten und sonstige Erfahrung in Theater haben. Meine Schule hat einige Thespians aber nur 10 Leute hatten die Ehre auf die Conference zu fahren. Auch unsere „Rivalen“ die andere High School in Athens, Cedar Shoals, hatte einige Leute die zu der Conference eingeladen wurden und somit stand fest dass beide Gruppen gemeinsam den Trip auf sich nehmen. Ich stand dem ganzen nur neidisch bei, denn ich bin ja nichtmal thespian. 2 tage vor Abreise kam dann allerdings raus, dass von Cedar Shoals jemand den Trip nicht antreten konnte und somit stand ein Platz offen. Sehr viele Leute haben mich folglich fuer dieses Event vorgeschlagen und zwei Tage spaeter hab ich es dann tatsaechlich geschafft noch in die Gruppe aufgenommen zu werden und gemeinsam sassen wir dann alle im Bus nach Columbus.

Die Busfahrt war wirklich lustig und da die Amerikanischen Schulbusse ziemlich unbequem ist, schliefen mein Po und meine Beine so einige Male ein. ;) Jeder im Bus war total aufgeregt und konnte es garnicht erwarten sich endlich an einem Programm von ueber 27 Theaterstuecken, hunderten Workshops und sogenannten IE’s sattzu sehen/ mitwirken.

Dort angekommen waren wir erstmal ueberwaeltigt wie viele Menschen dort tatsaechlich herumliefen! Ueber 2000 Drama Kids aus ganz Georgia liefen durch die Strassen der schoenen kleinen Universitaetsstadt.

Ich verbrachte die meiste Zeit mit Catherine und wir besuchten viele Workshops, wie zum Beispiel Mama Yeye’s Tanzkurs, der sich auf Karribischen Tanzstyle’s konzentrierte und wo wir ganz viel ueber die Liebe Mutter Natur’s lernten. Mama Yeye war wirklich das wundervoll und du hattest das gefuehl, dass die Natur dich liebt. :)

Ausserdem gingen wir zu einem Gesangsunterricht mit einer wundervollen Lady die uns beibrachte unsere Gefuehle in Melodien und Lyric zu uebertragen. Ich habe unglaublich viel gelernt und es war toll einfach mal seine Seele herauszusingen! Was noch? Achja, dann war da noch Chicago Improv! Dieser Workshop war die Wahrscheinlich groesste Herausforderung fuer mich, denn ich bin leider nicht der groesste in Sachen Improvisation und besonders nicht in Englisch. In diesem Workshop wurden uns etliche Spiele und Uebungen vom beruehmten Chicago Improvisationsstil beigebracht. Es war wirklich schwer, aber dafuer war ich ja da! Um zu lernen!

Ausserdem viel gelernt habe ich beim Stage Combat Workshop wo es darum ging, wie man einen perfekten Buehnenkampf stellen kann! Der Workshop war echt klasse und ich kann jetzt Leute schlagen/von Leuten geschlagen werden, ohne dass jemand Schmerz empfindet. :D

IE’s waren kurze Szenen von beruehmten Musicals/Theaterstuecken die von Schuelern fuer Schueler aufgefuehrt wurden. Hier habe ich so einiges an grossen Talenten sehen koennen und es gab mir ein richtiges Kribbeln in den Fingern das selber auszuprobieren! Leider haette man das vorher anmelden muessen, und in meiner Situation war das ja schlecht moeglich.

An Stuecken konnte ich leider nur „Alice in Wonderland“ sehen, denn die anderen Shows waren alle zu schnell gefuellt und ich verbrachte meine Zeit lieber mit den ganzen hilfreichen Workshops! Alice war aber der wahnsinn! Es war SEHR abstrakt und die ganze Geschichte war von Anfang bis Ende nicht wirklich nachvollziehbar, aber dennoch, so eine grossartige Show hab ich echt selten sehen duerfen.

Zu den Leuten auf der Konferenz muss ich nur kurz sagen: Manche waren wirklich super toll und andere waren wirklich gruselig. Ich hab so viele tolle Menschen kennen gelernt, mit denen man viel Spass haben konnte, aber auch einige ziemlich komische. ;)

Die Georgia Thespian Conference war eins der groessten Ereignisse fuer mich, denn es war Theater hautnah, fuer 3 Tage! Ich bin so gluecklich, dass ich diese Gelegenheit wahrnehmen durfte!

Als ich am Samstag heimkam begann der ganze stress mit meinem ehemaligen Gastvater und am Sonntag begann es urploeztlich ganz fuerchterlich zu schneien! Erstmal waren wir alle ganz aufgeregt, aber nach einem Tag hoerte es nicht auf und der Schnee war mindestens 10 Zentimeter hoch! Das letzte Mal als so viel Schnee war, war angeblich ich den 80′ern. Folglich stuerzten Baeume und Haeuser ein, Autos wurden zu Tausenden kaputtgefahren und das Chaos wurde perfekt, als fuer 2 Tage Schule ausfiel. Kein Mensch war dazu in der Lage sein Haus zu verlassen und kein Geschaeft war offen, denn in ganz Athens viel der Strom fuer 3 Tage aus!

Als der Schnee aufhoerte zu fallen und sofort begann zu Schmelzen, verliessen Dienstagmorgen Jorgen und Max ihr ehemaliges zuhause…





New Orleans

15 03 2009

Ein weiteres Wochenende haben wir dann in New Orleans verbracht.

Der Anlass unseres kommens war jedoch nicht nur die Stadt an sich, sondern ebenfalls die Tatsache, dass sich dort zu dieser Zeit „Mardi Gras“, die groesste Faschingsparty der Welt anspielte!

Als wir in der Stadt ankamen war es nicht einfach in unser huebsches kleines Hotelchen im „french Quarter“ zu gelangen, aber mit mueh und not fanden wir einen Weg.

Ich will hier garnicht gross erzaehlen was genau alles passiert ist, denn ich muss gestehen, dass es nicht der beste Trip war, aber hier einige Einzelheiten, die den Aufenthalt doch toll machten:

Die wohl beruehmteste Strasse New Orleans heisst Bourbon Street und ist an Fasching eine unendliche Partystrasse. Es gibt keine Minute in der sich nicht tausende von Menschen durch die enge Strasse quetschen, waehrend etliche Leute von Balkonen so gennante Beads werfen, die Plastikketten sind.

In dieser Strasse gab es also eine Menge von betrunkenen und nackten Menschen, aber auch sehr viele Proteste gegen betrunkene, Schwule, Lesben, Atheisten, generell suendner! xD Das war wirklich laecherlich, denn die haben sich da total reingesteigert und wenn du denen gesagt hast du liebst es zu suenden, sind die nahezu ausgeflippt mit ihren gigantischen Plastikkreuzen auf dem Ruecken. Aber machen konnten sie nichts, da die Polizei staendig drum herum stand.

Ansonsten gab es noch etliche Paraden im Stadtzentrum bei denen hunderte von tollen Waegen beschmueckt mit allem drum und dran einer nach dem anderen vorbeizogen, wobei auf jedem Wagen menschen waren, die Beads, Becher, und sonstiges vom Wagen herab in die Millionenmenge zu werfen.

Das war wirklich toll und es war auch viel Spass zu springen um etwas zu ergattern. Allerdings nahmen viele Leute die ganze Geschichte viel zu ernst und wurden extrem aggressiv wenn du in deren „Privatraum“ (den es eigentlich nicht gab) zu nahe kamst.

Im grossen und ganzen war der Trip schon schoen, vorallem die ganzen Details ueber die Stadt und die „groesste Party der Welt“ mal vom Nahen zu betrachten.  Was auch sehr interessant ist, dass in den auesseren Bezirken der Stadt immernoch enorme Ueberreste des Hurricanes zu sehen sind. Viele Haeuser haben immernoch keine Daecher und die Zerstoerung ist immernoch an allen Ecken in den Vororten zu sehen.





Alles schon viel besser…

12 03 2009

Liebste Leser,

erstmal moechte ich klarstellen, dass es mir hier bei meiner neuen Gastfamilie echt wundervoll geht. Die Familie ist super und das taegliche Leben macht schon viel mehr Spass. Auch ohne grosse Trips fuehl ich mich hier viel wohler als in meiner vorherigen Situation.

Mit diesem Artikel moechte ich aber auch noch zum Abschluss der ganzen Geschichte mitteilen, wie die letzten Wochen mit dem Jim in Sachen reisen und Trips abliefen:

Da mein letzter Beitrag schon mehr als einen Monat alt ist, beginne ich am besten anfang Februar, als ich eines kalten Wintermorgens aufwachte und eine Mail vom Jim las in der stand, dass er fuer in einer Woche einen Flug fuer uns drei nach Ecuador gebucht haette. Ich war natuerlich total ueberrascht und hab erstmals gedacht es war nur ein Scherz. Am kommenden Mittwoch, sassen wir dann allerdings alle schon im Flieger nach Miami und von dort dann weiter nach Quito, Hauptstadt Ecuadors zu fliegen. Als wir in Quito ankamen wurden wir von der Familie Crespo, Eltern eines frueheren Gastschuelers Jims, abgeholt und haben eine kleine Rundtour der schoenen alten Stadt bekommen. Es war echt toll, denn die Stadt ist wirklich schoen und ueberall sind extreme Huegel, mitten in der Stadt, und um die Stadt herum, die groessten Berge und Vulkane die in den Himmel ragen.

Der Abend war echt schoen und Herr Crespo, ehemaliger Opernsaenger, und sein anderer Sohn haben uns dann auch das ein und andere Staendchen gesungen. Die Stimmen beider Maenner war wirklich fabelhaft. Als sie uns so in der Nacht herumfuhren bogen wir versehentlich in eine Einbahnstrasse, worauf wir sofort von der Polizei gestoppt wurden. Alle (4) Polizisten waren ausgestattet mit den groessten und dicksten Waffen, die ich bisher nur in Horror/Action filmen gesehen hab. Das gab uns schon ein komisches Gefuehl in der Magengegend. Als die Crespos ihnen dann die Situation erklaerten fanden wir sofort verstaendniss der Polizisten und sie erklaerten sich unverzueglich dazu bereit uns durch Quito’s Strassen zu eskortieren. Warum weiss ich nicht, denn es war wirklich nicht noetig, aber lustig wars allemale!

Am naechsten Morgen gings dann mit einer nationalen Fluggesellschaft nach Loja, der Stadt in der meine Schwester im Moment „lebt“, doch leider war sie grade beschaeftigt mit Fahrradfahren in Chile… :(

Vom Flugzeug aus konnte man die atemberaubende Landschaft betrachten und meine Augen konnten sich garnicht sattsehen. Loja war echt eine nette Stadt, ebenfalls umringt von gigantischen Gebirgsketten. Der Flughafen ist einer der gefaehrlichsten der Welt, denn umringt von all den Bergen, gelingt es nur den erfahrensten Piloten eine Sichere Landung zu erfolgen.

Am Flughafen wurden wir von Herr Celi und Luisa abgeholt. Herr Celi, war Jose’s Vater, ein wirklich freundlicher und hilfbereiter Mann, zugleich einer der reichsten Menschen Ecuadors, der allerdings leider keinerlei Englischkenntnisse besass, und daher war Luisa da! Luisa war eine Freundin der Familie, die ein hervorragendes Englisch sprach und somit als Uebersetzer diente. Am ersten Tag fuhren wir zum Hotel und anschliessend beschlossen wir in ein kleines Doerfchen zu fahren, dass von einem der Urvoelker belebt wurde. Die Fahrt war ca einundhalb Stunden lang und als wir schliesslich ankamen, waren wir in einer anderen Welt. Die ganzen Leute waren in traditioneller Tracht eingekleidet und touristen gegenueber aeusserst Scheu, was ich absolut nachvollziehen kann… So wie sich manche Menschen da verhalten. Unglaublich.

Naja das kleine Doerfchen war total huebsch und farbenfroh, wohingegen die Tracht der Bewohner simples Schwarz von Kopf bis Fuss war. ( Ecuadoriansche Huete in Schwarz waren dort natuerlich Tradition)

Am Rueckweg machten wir halt bei einer Kaeserei wo wir dann hausgemachten Kaese kosten durften. Als ich dann allerdings einen Schritt in den Hinterhof machte, verdarb mir der Anblick den Appettit fuer die naechsten Stunden.

Im Allgemeinen wird Hygiene in Suedamerika kleingeschrieben. Taeglich, doch besonders an Wochenendtagen, werden ganze Schweine an Hacken aufgehaengt und entzweit, das alles im Eingangsbereich des Hauses. Diese Schweine werden dann frisch geschnitten und je nach Beduerfnis des Kunden verkauft.

Die naechsten Tage verbrachten wir folgender Massen:

An einem Tag wurden wir eingeladen auf eine Farm von Herr Celi’s Freund. Dort war eine grosse Party von einer „ecuadorianischen Cowboy“-Gruppe angekuendigt. Die Fahrt dorthin stellte sich als lebensgefaehrlich heraus. Fuer ca. 2 Stunden mussten wir auf einer extrem Steilen Serpentinen Strasse, den Berg entlang nach unten Fahren. Wenn der Berg allerings bereits 2.5 Km ist, wird das ganze nochmal gruseliger. Mir gings an dem Tag ausserdem sowieso nicht so gut und somit mussten wir so einige Stops einlegen. Achja, das wichtigste hab ich noch vergessen: Die Strasse war grade mal ca. 4 Meter breit und Schotter.

Als wir dann allerdings gottseidank heil unten ankamen, war ich seht aufgeregt, denn ich sah was uns bevorstand: Ein Zieh-lift ueber den Fluss um ans andere Ufer zu gelangen. Eine Gruppe von Farmjungs erwartete uns schon dort und als wir uns in das Metallgestell setzten wurden wir auch schon von 3 Typen hinueber gezogen. Das ganze ging schnell und war echt total aufregend. :) Anschliessend erwarteten uns Pferde auf denen wir dann die letzten Meter bis zur eigentlichen Farm reiten durften. Das war mein erstes Mal reiten und es hat wirklich Spass gemacht.

Auf der Farm gabs dann auch so einiges zu erleben! Es war eine Party von einem der Cowboys und er laedt einmal im Monat die Gruppe von Freunden ein, wo dann getrunken, getanzt, gegessen und gespielt wird. Es war echt toll das alles mal zu erleben, denn es war sehr privat und persoehnlich. Wir wurden mit „Sarobota“ Fruechten willkommen, die ich auch das erste Mal probierte und natuerlich haben sie mit Geschmeckt. :)

Zum essen gab es allerdings Sonnengetrocknetes Fleisch und Wurzeln von einer Pflanze die ich vorher noch nie gesehen hab. War alles aeusserst komisch, besonders mit den ganzen Insekten die dort ueberall herumrannten.

Die Farm war eine Fruchtfarm und somit gab es auf dem riesengrossen Terrain so einiges an koestlichkeiten zu probieren! Ich als Mangoliebhaber, hab dort die perfekten Mangos genossen, aber auch Bananen, Orangen, Limetten, Zitronen, Papayas, und und und. Es gab auch so einiges an Fruechten, die es sonst nirgends zu sehen gibt, und allesamt waren sie koestlich, saftig, fruchtig, einfach genial.

Der Tag verging und als es schliesslich Abend wurde bin ich noch ein wenig herumgeritten, bevor es dann nach Hause ging. Als wir also grade los wollten und grade ueber den Fluss kamen, stellte sich heraus, dass eins der Autos steckengeblieben ist und in den Strassengraben entgleitet ist. Das erforderte natuerlich eine Stundenlange Spanische Diskussion der Maenner in stroemenden Regen und Finsternis. Als wir dann letztendlich die einzige Moeglichkeit wahrnahmen, war das ganze ein akt von grademal 5 Minuten.

Die Fahrt zurueck war echt schlimm und bereitet mir Heute noch Gaensehaut, im Stroemenden Regen am steilsen Abhang ueberhaupt in die Schwarze Nacht.

Naja ich habs ueberlebt :)

Ansonsten haben wir einen Tag mit Jose auf einer anderen Farm verbracht, denn sein Vater besitzt 3 Farmen mit mehr als 80 Pferden. Er besitzt auch das wertvollste Pferd Suedamerikas. Auf der Farm gabs dann weiteres Fruchtessen und alles war superlustig. Billiard haben wir auch mal wieder gespielt und so langsam begreifs ich es!

Als es dann mit Jose und seinem Vater wieder zurueck nach Quito ging, war der Trip auch schon fast zu Ende. In Quito haben wir dann allerdings noch „Die Mitte der Welt“ und die „Madonna-Statue“ besucht. Das war alles ziemlich cool und aufregend. Ausserdem waren wir auf Quitos hoechstem Berg, dem Pichincha, der 4,790 Meter in den Himmel ragt. Die Luft dort oben war extrem duenn!

Kuehl war es dort aber nicht sonderlich, denn wir waren ja direkt am Aequator. :)

Am Rueckweg stoppten wir noch in Miami und verbrachten einige Stunden in Miami Beach, was echt ganz cool war. Aber im extremen Kontrast zu der ganzen geballten Naturpower in Ecuador, gab es dort die hoechsten und glaenzesten Hochhaeuser, Markenzeichen der USA.

Ja Ecuador war wirklich wunderschoen und ich werde die monstroesen Berge nie vergessen. Wenn ich je wieder die Gelegenheit bekomme Ecuador noch ein weiteres Mal zu besuchen, werde ich sie wahrnehmen, denn wow. Leute, dass ist die unglaubliche Schoehnheit unserer Erde unberuehrt und hautnah! :)





Erklaerungen und ein Neuanfang

7 03 2009

Liebe Lesergemeinde,
ich hatte in der letzten Zeit ueberhaupt keine Sekunde um von meinem Leben zu berichten, dafuer will ich euch jetzt auch nur kurz erklaeren warum um spaeter genauer auf die ganze Situation einzugehen!

Nach Ecuador, Mardi Gras in New Orleans und der Internationalen Thespian (Theater) Conference in Georgia, hatten wir (Jorgen und ich) jetzt immense Probleme mit unseren Gastvater.
Als ich letztes Wochenende dann zurueckkam von der Theaterkonferenz ist dann alles ausser Rudern geraten und Jorgen und Ich haben das Haus verlassen.
Ich kann hier nun nicht erklaeren was genau vorgefallen ist, aber es war durchaus Grund genug wegzugehen.
Ich lebe jetzt mit einer anderen Familie, der Familie von Emily und ich fuehle mich hier wesentlich wohler und durchaus willkommen.
Ich lebe jetzt ausserdem fast ausschliesslich vegetarisch und habe beschlossen, dass ein Paar Monate als ein Vegetarier nicht schaden, da ich ja eh kaum Fleisch esse.

Wie auch immer, Ich lebe immernoch in Athens aber wie gesagt nicht mehr mit der gleichen Gastfamilie.
Die letzten Wochen waren sehr chaotisch und letztlich sehr sehr hart, traurig und schlimm.
Ich hoffe dass ich jetzt aber in einer Woche Ferien eine Zeit zur rekreation finden kann und wieder ganz der Alte werden kann.

Ich melde mich bald,
und dann wird auch mehr ueber viele Geschehenisse berichtet.
Danke fuer euer Verstaendnis,
Euer Max