New Orleans

15 03 2009

Ein weiteres Wochenende haben wir dann in New Orleans verbracht.

Der Anlass unseres kommens war jedoch nicht nur die Stadt an sich, sondern ebenfalls die Tatsache, dass sich dort zu dieser Zeit „Mardi Gras“, die groesste Faschingsparty der Welt anspielte!

Als wir in der Stadt ankamen war es nicht einfach in unser huebsches kleines Hotelchen im „french Quarter“ zu gelangen, aber mit mueh und not fanden wir einen Weg.

Ich will hier garnicht gross erzaehlen was genau alles passiert ist, denn ich muss gestehen, dass es nicht der beste Trip war, aber hier einige Einzelheiten, die den Aufenthalt doch toll machten:

Die wohl beruehmteste Strasse New Orleans heisst Bourbon Street und ist an Fasching eine unendliche Partystrasse. Es gibt keine Minute in der sich nicht tausende von Menschen durch die enge Strasse quetschen, waehrend etliche Leute von Balkonen so gennante Beads werfen, die Plastikketten sind.

In dieser Strasse gab es also eine Menge von betrunkenen und nackten Menschen, aber auch sehr viele Proteste gegen betrunkene, Schwule, Lesben, Atheisten, generell suendner! xD Das war wirklich laecherlich, denn die haben sich da total reingesteigert und wenn du denen gesagt hast du liebst es zu suenden, sind die nahezu ausgeflippt mit ihren gigantischen Plastikkreuzen auf dem Ruecken. Aber machen konnten sie nichts, da die Polizei staendig drum herum stand.

Ansonsten gab es noch etliche Paraden im Stadtzentrum bei denen hunderte von tollen Waegen beschmueckt mit allem drum und dran einer nach dem anderen vorbeizogen, wobei auf jedem Wagen menschen waren, die Beads, Becher, und sonstiges vom Wagen herab in die Millionenmenge zu werfen.

Das war wirklich toll und es war auch viel Spass zu springen um etwas zu ergattern. Allerdings nahmen viele Leute die ganze Geschichte viel zu ernst und wurden extrem aggressiv wenn du in deren „Privatraum“ (den es eigentlich nicht gab) zu nahe kamst.

Im grossen und ganzen war der Trip schon schoen, vorallem die ganzen Details ueber die Stadt und die „groesste Party der Welt“ mal vom Nahen zu betrachten.  Was auch sehr interessant ist, dass in den auesseren Bezirken der Stadt immernoch enorme Ueberreste des Hurricanes zu sehen sind. Viele Haeuser haben immernoch keine Daecher und die Zerstoerung ist immernoch an allen Ecken in den Vororten zu sehen.





Alles schon viel besser…

12 03 2009

Liebste Leser,

erstmal moechte ich klarstellen, dass es mir hier bei meiner neuen Gastfamilie echt wundervoll geht. Die Familie ist super und das taegliche Leben macht schon viel mehr Spass. Auch ohne grosse Trips fuehl ich mich hier viel wohler als in meiner vorherigen Situation.

Mit diesem Artikel moechte ich aber auch noch zum Abschluss der ganzen Geschichte mitteilen, wie die letzten Wochen mit dem Jim in Sachen reisen und Trips abliefen:

Da mein letzter Beitrag schon mehr als einen Monat alt ist, beginne ich am besten anfang Februar, als ich eines kalten Wintermorgens aufwachte und eine Mail vom Jim las in der stand, dass er fuer in einer Woche einen Flug fuer uns drei nach Ecuador gebucht haette. Ich war natuerlich total ueberrascht und hab erstmals gedacht es war nur ein Scherz. Am kommenden Mittwoch, sassen wir dann allerdings alle schon im Flieger nach Miami und von dort dann weiter nach Quito, Hauptstadt Ecuadors zu fliegen. Als wir in Quito ankamen wurden wir von der Familie Crespo, Eltern eines frueheren Gastschuelers Jims, abgeholt und haben eine kleine Rundtour der schoenen alten Stadt bekommen. Es war echt toll, denn die Stadt ist wirklich schoen und ueberall sind extreme Huegel, mitten in der Stadt, und um die Stadt herum, die groessten Berge und Vulkane die in den Himmel ragen.

Der Abend war echt schoen und Herr Crespo, ehemaliger Opernsaenger, und sein anderer Sohn haben uns dann auch das ein und andere Staendchen gesungen. Die Stimmen beider Maenner war wirklich fabelhaft. Als sie uns so in der Nacht herumfuhren bogen wir versehentlich in eine Einbahnstrasse, worauf wir sofort von der Polizei gestoppt wurden. Alle (4) Polizisten waren ausgestattet mit den groessten und dicksten Waffen, die ich bisher nur in Horror/Action filmen gesehen hab. Das gab uns schon ein komisches Gefuehl in der Magengegend. Als die Crespos ihnen dann die Situation erklaerten fanden wir sofort verstaendniss der Polizisten und sie erklaerten sich unverzueglich dazu bereit uns durch Quito’s Strassen zu eskortieren. Warum weiss ich nicht, denn es war wirklich nicht noetig, aber lustig wars allemale!

Am naechsten Morgen gings dann mit einer nationalen Fluggesellschaft nach Loja, der Stadt in der meine Schwester im Moment „lebt“, doch leider war sie grade beschaeftigt mit Fahrradfahren in Chile… :(

Vom Flugzeug aus konnte man die atemberaubende Landschaft betrachten und meine Augen konnten sich garnicht sattsehen. Loja war echt eine nette Stadt, ebenfalls umringt von gigantischen Gebirgsketten. Der Flughafen ist einer der gefaehrlichsten der Welt, denn umringt von all den Bergen, gelingt es nur den erfahrensten Piloten eine Sichere Landung zu erfolgen.

Am Flughafen wurden wir von Herr Celi und Luisa abgeholt. Herr Celi, war Jose’s Vater, ein wirklich freundlicher und hilfbereiter Mann, zugleich einer der reichsten Menschen Ecuadors, der allerdings leider keinerlei Englischkenntnisse besass, und daher war Luisa da! Luisa war eine Freundin der Familie, die ein hervorragendes Englisch sprach und somit als Uebersetzer diente. Am ersten Tag fuhren wir zum Hotel und anschliessend beschlossen wir in ein kleines Doerfchen zu fahren, dass von einem der Urvoelker belebt wurde. Die Fahrt war ca einundhalb Stunden lang und als wir schliesslich ankamen, waren wir in einer anderen Welt. Die ganzen Leute waren in traditioneller Tracht eingekleidet und touristen gegenueber aeusserst Scheu, was ich absolut nachvollziehen kann… So wie sich manche Menschen da verhalten. Unglaublich.

Naja das kleine Doerfchen war total huebsch und farbenfroh, wohingegen die Tracht der Bewohner simples Schwarz von Kopf bis Fuss war. ( Ecuadoriansche Huete in Schwarz waren dort natuerlich Tradition)

Am Rueckweg machten wir halt bei einer Kaeserei wo wir dann hausgemachten Kaese kosten durften. Als ich dann allerdings einen Schritt in den Hinterhof machte, verdarb mir der Anblick den Appettit fuer die naechsten Stunden.

Im Allgemeinen wird Hygiene in Suedamerika kleingeschrieben. Taeglich, doch besonders an Wochenendtagen, werden ganze Schweine an Hacken aufgehaengt und entzweit, das alles im Eingangsbereich des Hauses. Diese Schweine werden dann frisch geschnitten und je nach Beduerfnis des Kunden verkauft.

Die naechsten Tage verbrachten wir folgender Massen:

An einem Tag wurden wir eingeladen auf eine Farm von Herr Celi’s Freund. Dort war eine grosse Party von einer „ecuadorianischen Cowboy“-Gruppe angekuendigt. Die Fahrt dorthin stellte sich als lebensgefaehrlich heraus. Fuer ca. 2 Stunden mussten wir auf einer extrem Steilen Serpentinen Strasse, den Berg entlang nach unten Fahren. Wenn der Berg allerings bereits 2.5 Km ist, wird das ganze nochmal gruseliger. Mir gings an dem Tag ausserdem sowieso nicht so gut und somit mussten wir so einige Stops einlegen. Achja, das wichtigste hab ich noch vergessen: Die Strasse war grade mal ca. 4 Meter breit und Schotter.

Als wir dann allerdings gottseidank heil unten ankamen, war ich seht aufgeregt, denn ich sah was uns bevorstand: Ein Zieh-lift ueber den Fluss um ans andere Ufer zu gelangen. Eine Gruppe von Farmjungs erwartete uns schon dort und als wir uns in das Metallgestell setzten wurden wir auch schon von 3 Typen hinueber gezogen. Das ganze ging schnell und war echt total aufregend. :) Anschliessend erwarteten uns Pferde auf denen wir dann die letzten Meter bis zur eigentlichen Farm reiten durften. Das war mein erstes Mal reiten und es hat wirklich Spass gemacht.

Auf der Farm gabs dann auch so einiges zu erleben! Es war eine Party von einem der Cowboys und er laedt einmal im Monat die Gruppe von Freunden ein, wo dann getrunken, getanzt, gegessen und gespielt wird. Es war echt toll das alles mal zu erleben, denn es war sehr privat und persoehnlich. Wir wurden mit „Sarobota“ Fruechten willkommen, die ich auch das erste Mal probierte und natuerlich haben sie mit Geschmeckt. :)

Zum essen gab es allerdings Sonnengetrocknetes Fleisch und Wurzeln von einer Pflanze die ich vorher noch nie gesehen hab. War alles aeusserst komisch, besonders mit den ganzen Insekten die dort ueberall herumrannten.

Die Farm war eine Fruchtfarm und somit gab es auf dem riesengrossen Terrain so einiges an koestlichkeiten zu probieren! Ich als Mangoliebhaber, hab dort die perfekten Mangos genossen, aber auch Bananen, Orangen, Limetten, Zitronen, Papayas, und und und. Es gab auch so einiges an Fruechten, die es sonst nirgends zu sehen gibt, und allesamt waren sie koestlich, saftig, fruchtig, einfach genial.

Der Tag verging und als es schliesslich Abend wurde bin ich noch ein wenig herumgeritten, bevor es dann nach Hause ging. Als wir also grade los wollten und grade ueber den Fluss kamen, stellte sich heraus, dass eins der Autos steckengeblieben ist und in den Strassengraben entgleitet ist. Das erforderte natuerlich eine Stundenlange Spanische Diskussion der Maenner in stroemenden Regen und Finsternis. Als wir dann letztendlich die einzige Moeglichkeit wahrnahmen, war das ganze ein akt von grademal 5 Minuten.

Die Fahrt zurueck war echt schlimm und bereitet mir Heute noch Gaensehaut, im Stroemenden Regen am steilsen Abhang ueberhaupt in die Schwarze Nacht.

Naja ich habs ueberlebt :)

Ansonsten haben wir einen Tag mit Jose auf einer anderen Farm verbracht, denn sein Vater besitzt 3 Farmen mit mehr als 80 Pferden. Er besitzt auch das wertvollste Pferd Suedamerikas. Auf der Farm gabs dann weiteres Fruchtessen und alles war superlustig. Billiard haben wir auch mal wieder gespielt und so langsam begreifs ich es!

Als es dann mit Jose und seinem Vater wieder zurueck nach Quito ging, war der Trip auch schon fast zu Ende. In Quito haben wir dann allerdings noch „Die Mitte der Welt“ und die „Madonna-Statue“ besucht. Das war alles ziemlich cool und aufregend. Ausserdem waren wir auf Quitos hoechstem Berg, dem Pichincha, der 4,790 Meter in den Himmel ragt. Die Luft dort oben war extrem duenn!

Kuehl war es dort aber nicht sonderlich, denn wir waren ja direkt am Aequator. :)

Am Rueckweg stoppten wir noch in Miami und verbrachten einige Stunden in Miami Beach, was echt ganz cool war. Aber im extremen Kontrast zu der ganzen geballten Naturpower in Ecuador, gab es dort die hoechsten und glaenzesten Hochhaeuser, Markenzeichen der USA.

Ja Ecuador war wirklich wunderschoen und ich werde die monstroesen Berge nie vergessen. Wenn ich je wieder die Gelegenheit bekomme Ecuador noch ein weiteres Mal zu besuchen, werde ich sie wahrnehmen, denn wow. Leute, dass ist die unglaubliche Schoehnheit unserer Erde unberuehrt und hautnah! :)





Ladies and Gentlement, the President of the United States: Barack Obama!

23 01 2009

ACHTUNG: ERST DEN VORHERIGEN BEITRAG LESEN!

So also als ich am naechsten Morgen meine Augen oeffnete wusste ich, dass mich etwas grosses erwartet! Aber wie gross es tatsaechlich wurde, sollte ich erst einige Stunden spaeter erfahren! Um ca. 6 standen wir auf und machten uns nach einem kurzem Fruehstueck fertig. Um ca. 7:30 verliesen wir das Haus um zur naehesten U-Bahnstation zu fahren, denn die ganze Innenstadt war verkehrsmaessig geschlossen! So kamen wir also an der Station an und waren erstmal ueberwaeltigt bei den MenschenMASSEN die uns dort erwarteten! Die Ganze Station war vollgestopft mit Menschen, tausenden, und jeder wartete um sich in eine der begehrten U-bahnen zu quetschen. Doch als die U-Bahnen ankamen, mussten wir enttaeuscht feststellen, dass jede U-Bahn bereits vollgestopft bis zum letzten kleinen Bisschen war. Als wir dort also ca. eine weitere Stunde warteten kam endlich eine U-Bahn in der gerade genug Platz fuer uns drei war! Als wir uns also endlich erfolgreich hereinquetschten, verging eine weitere Stunde, bis wir endlich an der gewuenschten Station aussteigen konnten. Die U-Bahn musste jede Minute anhalten, denn all die anderen U-Bahnen stauten sich vor uns. Es war ziemlich unertraeglich eng, aber gottseidank waren alle Menschen auesserst hoeflich und zuvorkommen. Somit fuehlte sich alles schon viel lockerer an. Als wir dann an der U-Bahnstation herausgepresst wurden, war der Bahnsteig bereits so voll, dass wir wieder eine halbe Stunde warten mussten um dort ueberhaupt herauskommen zu koennen.

Als wir uns dann endlich herauskaempfen konnten die grosse Ueberraschung: Jim gab mir das Ticket, denn er wollte sich nicht in die Menge quetschen und dachte, dass ich mehr davon haette. Da der Jorgen damit einverstanden war, bekam ich dann tatsaechlich das Ehrenprotokoll in meine Haende und Mensch! Ich war so unglaublich stolz!!! Ihr glaubt garnicht wieviele Amerikaner auf mich neidisch waeren! ;)

Dann sagten die zwei Tschuess, und ich begab mich in die „Silver Line“ um in die abgesperrte Section eingelassen zu werden. Als ich dort in der Menge stand, hab ich etwas genaueren Einblick in die Menge bekommen: Zwischen all den Obama Fans, waren so viele unterschiedliche Menschen, alle in der Hoffnung und in der Ziversicht, dass dieser Mensch ihnen eine bessere Zukunft bescheren kann! Als nach 2 Stunden die Zeremonie ziemlich nah rueckte und die Menge sich allmaelig nicht mehr vorwaerts zu bewegen zu schien, kamen einige Leute und verbreiteten das Geruecht, dass die Polizei keine Menschen mehr inlasse, da es bereits voll war. WAS???

Urploetzlich ging ein raunen durch die Menge und mit einem Mal hielten alle ihre Tickets hoch und bruellten wie aus einem Munde: „Let us in!“ Und nach wenigen Minuten fingen alle an zu rennen! Wir wussten nicht was los war, aber eins war sicher: Wir kamen naeher an das Event heran! Als es bereits 10 Minuten vor Beginn der offiziellen Zeremonie war rannten wir an Security und Ticketcheck vorbei, die schliesslich aufgaben im Versuch die Menge zu kontrollieren! Als ich dann letztenendes einen guten Platz fand, automatisch, denn ich wurde dort hingepresst, stand ich hinter dem grossen denkmal Brunnen, der sehr nah an der ganzen Zeremonie war. WAS FUER EINE EHRE FUER MICH!

Die Zeremonie habt ihr mit Sicherheit in TV oder so mitbekommen. Die Rede von Obama war wirklich gut und auch sonst alles war echt super, aber das beste war mit sicherheit die Atmosphaere und die Staerke, die die Menge in mir freisetzte! Alle Menschen waren gluecklich und all die strahlenden Gesichter machten mich wirklich froh. Ich konnte leider nichts sehen, denn ich bin zu klein um die grossen Bildschirm zu sehen und ich war doch ein wenig zu weit weg um genau Menschen sehen zu koennen, aber einer der Punkte die ich da sah, war mit SIcherheit Obama. Ich fuehlte mich so stolz und kann mich einfach so gluecklich schaetzen, dass ich das miterleben durfte!!

Anschliessend musste ich allerdings Jim und Jorgen wiederfinden, und da sie in der ganzen Menge untergangen sind, war es fast unmoeglich sie zu finden! Also wartete ich geschlagene 2 Stunden am vereinbarten Treffpunkt, bis sie schliesslich ankamen. Ich war glaub ich noch nie so durchgefrohren, aber was solls? Nachdem was ICH da erlebt habe! :) Jim und Jorgen haben einander verloren, in den Massen, denn es waren ja mehr als 4 Millionen Menschen unterwegs in der Hauptstadt! Danach haben wir den Congressmann vom Jim in seinem Zuhause besucht und ihn ein wenig kennen gelernt! Er war wirklich freundlich und ich bin stolz, so einen bedeutendem Mann die Hand geschuettelt zu haben :)

Im Resumee war mein Wochenende einfach einzigartig, und eins ist sicher: Ich werde diese Momente nie in meinem Leben vergessen! Ich bin so dankbar und gluecklich! Wahnsinn!





Washington DC. – Eine andere Millionenstadt!

23 01 2009

:) Mensch!  Was fuer ein Wochenende!

Ich bin grade so euphorisch, dass ich sogar zwei Beitrarge schreiben kann! Ihr habt es bestimmt alle mitbekommen: Nun ist es offiziell, Obama ist President der USA und die Welt hat die „Inauguration“ betrachtet – und ich ganz aus der Naehe!

Ja ganz richtig gelesen, ich kam vorgestern Nacht erst aus Washington DC., Amerikas Hauptstadt zurueck! Und ich muss sagen, das Wochenende war glaub ich echt das beste hier, bisher!

Als wir Freitag nach der Schule abgeflogen sind, gab es noch einige kleine Spannungen in unserem Grueppchen, denn wir waren alle ein wenig gestresst von der Woche und es wurde ziemlich spaet. Als wir dann nach einem ca. 3 stuendigem Flug in Washington landeten, wartete Nia, eine alte Freundin von Jim bereits auf uns. An meinem ersten Tag in den USA hab ich sie bereits getroffen und spaeter auch nochmal. Ein blondgefaerbtes blondes Maedchen, okay sie ist 33, aber sie wirkt so Jung, weil sie so aktiv und lustig ist. Nia hat mal fuer ein Jahr mit Jim und anderen Gastschuelern gelebt, da sie hier in Athens studierte. Auch sie ist Anwalt und das hat sie dem Jim zu verdanken. Nia ist wirklich nett und hat uns diese wundervolle Zeit dort eroeglicht, mit der Moeglichkeit in ihrem Apartement zu schlafen. Denn all die Hotels in Washington waren bis auf das laetzte Bett ausgebucht!

Am Weg zu Nia’s Wohnung haben die zwei bereits kraeftig diskutiert – Anwaelte eben, aber alles noch ganz freundlich und lustig :) Nia’s Wohung ist wirklich winzig, nur ein Raum mit kleinem Schlafraum und Kuechenecke und Bad. Wir haben uns also dort alle reingequetscht, aber ich muss sagen, mir hat es echt gefallen, denn es war wirklich familiaer und gemuetlich! Nur ein Problem gab es: Nia ist KEINE Kohlenhydrate – Garkeine! Und somit kein Brot, keine Nudeln, kein Reis, keine Kartoffeln. Der Tod fuer mich :) Aber trotzdem hab ich ueberlebt, denn sie hat extra fuer uns Brot und Kaese gekauft :) Der Kaese war uebrigends lecker. ;)

So am Samstag gings am Morgen los und wir fuhren in Nia’s Auto zum nationalen Friedhof Amerikas, auf dem all die bedeutenden Leute begraben sind. Und dort haben wir dann den Wechsel der Soldaten betrachtet. Bei der Zeremonie ist es vorrausgesetzt, das man steht und ein Mann hat das wohl nicht mitbekommen und ist sitzen geblieben und inmitten all der formalitaeten der Soldaten, bleiben sie ploetzlich stehen und sagen „Sir, please stand up“. Alle Leute drehen sich um – und der Herr wird knall rot und springt auf. Das war echt lustig ;)

Na anschliessend sind wir dann durch die gefuellten Strassen zum Hard Rock Cafe DC. gefahren um T-shirts zu kaufen und um anschliessend bei Mc Donald’s Mittag zu essen ;) . Das Herumlaufen hat wirklich wehgetan, denn es war unglaublich KALT! Am morgen war es ca. -15 Grad und es wurde im Laufe des Tage bis an die -12…. Aber das schlimmste war der stechend kalte Wind! Geschneit hat es nicht, es war nur eine trockene Kaelte. Nachdem wir zum beruehmten Capitol gelaufen sind und dort bei einer kurzer Fuehrung teilnahmen, was wirklich wahnsinnig interessant und atemberaubend war! (im wichtigsten Gebaeude Amerikas!!), gings in die National Library was wirklich schoen war: Gigantische Decken mit ausgezeichneten Zeichnungen und Statuen an allen moeglichen Stellen. Echt cool :)

Um die Besichtigungen fuer diesen Tag abzuschliessen, betrachteten wir noch den botanischen Garten (ein gigantisches Gewaechshaus) direkt in der Innenstadt, was wirklich toll war! Im Herzen der Stadt, neben all den wichtigen Congressgebaeuden auf einmal tropische Pflanzen. :) Der Garten war auch echt schoen. Und danach besuchten wir noch das Luft und Raummuseum, das beruehmte Smithsonian, was echt toll war, denn dort waren alle moeglichen gebilde, wie etwa Sputnik, Raketen, uralte Flugzeuge und Drachen vertreten. :) Fuer den Jim war das natuerlich was ganz besonderes, und es war echt schoen ihn so gluecklich zu sehen!

Der Abend wurde dann abgeschlossen mit der Politischen Comedie-Show „Capitol Steps“ und ich muss sagen, der Humor war zwar nicht so einfach zu verstehen – fuer mich- aber als ich es dann verstand hats mich echt weggeschmissen. Wirklich uebel hat es Bush und McCain hier erwischt, denn beide wurden echt aufs uebelste vera…. :P Aber auch Sarah Palin hat ordentlich eins auf die Birne bekommen. :D

Der Sonntag begann mit einer Diskussion, die auch im TV ausgestrahlt wurde, von einigen Politikern in der nationalen Kathedrale der USA. DIe Kathedrale war echt toll! Auch wenn nicht ganz so alt, wie die ganzen grossen Kirchen in Europa, hatte auch diese Kirche einiges an tollen Stellen zu bieten und hat mich ein wenig an zuhause erinnert. Wir blieben fuer den Gottesdienst im Anschluss und, da es ein Katholischer Gottesdienst war, hab ich auch sehr grosse Aehnlichkeiten zu dem klassischen europaeischen Gottesdienst bemerken koennen (was ich ja von den ganzen anderen Kirchen nicht sagen kann: Presbyterian, Baptist,…). Die Predigt war wirklich ruehrend und auch sonst war der Gottesdienst einfach ein echt tolles und einfuehlsamer Augenblick. Musikalisch wurden wir von einem Maennerchor begleitet, der wirklich etwas drauf hatte!

Im Anschluss gings wieder Downtown, denn dort war ein grosses Event angekuendigt. Doch nicht nur wir wollten da hin:  Hunderttausende Menschen pilgerten auf den gesperrten Strassen in Richtung Lincoln Denkmal, wo das Event stattfinden sollte. Als wir dort ankamen, war alles bereits vollgestopft und somit fanden wir uns ein schoenes kleines Plaeztchen in Sichtweite von einem der vielen Grossen Bildschirme auf der breiten Ebene. Als die Show anfing war ich echt ueberrascht denn es gab so einiges zu sehen! Innerhalb von zweiundhalb Stunden konnten wir Shakira, Sheryl Crow, Bruce Springsteen, U2, Will.I.Am, Mary J. Blige, Beyonce, Garth Brooks, John Legend, Usher und Stevie Wonder bestaunen! Die Musik war echt ganz toll und die ganze atmosphaere machte alles noch viel besser! Alle Leute sangen mit und als schliesslich Obama auf die Buehne trat brach die Menge in lautem Gejubel aus… :) Das war echt Gaensehautatmosphaere! Wahnsinn! Und haha Irene, ich habe Shakira Live gesehen! :D

Eingefroren begaben wir uns dann auch irgendwann heim in das Warme zuhause und somit war der Tag auch schon fast vorbei. Den Abend haben wir dann gemuetlich mit gelaechter und lustigen Konversationen in Nia’s Wohung genossen. :)

Montag morgen standen wir dann von frueh um 11 ( :D ) am Washington Denkmal, einem Obelisk aehnlichem hohen „turm“ in mitten der Breiten Strasse im Zenter Washingtons. Nach einer weiteren Stunde wartens konnten wir dann endlich in den Aufzug, der uns an die Spitze des hohen „Stachels“ brachte. Von dort hatte man eine perfekte Sicht auf die Hauptstadt mit all den bedeutenden Bauwerken und Denkmaelern. Was auch ganz gut zu sehen war: In Washington darf kein Gebaeude hoeher als der Turm vom Capitol sein, und das macht DC. fuer mich zu einer besonderen Grossstadt! Denn sie schaut nicht aus, wie jede andere Amerikanische Millionenstadt. Nachdem wir aus dem Denkmal kamen machten wir einen kurzen Abstecher zum weissen Haus, um ein Bild zu schiessen. ich muss gestehen, dass das echt das unspektakulearste in ganz Washington war. Die Zaeune versperrten eine richtig gute Sicht auf das Haus und ausserdem war es viel kleiner als ich es mir vorgestellt habe und davor waren viel zu viele Menschen versammelt. Ich meine es war natuerlich cool, aber eben nicht so cool wie alles andere an diesem Wochenende! :)

(Achja: Da es Martin Luther King Jr. Holiday war, hatten wir ja Schulfrei am Montag.)

Nachdem wir das Weisse Haus verliesen, hat der Jim einen Anruf von seinem Congressmann John Barrow bekommen, er solle zum Congressgebaeude kommen um sein Ticket fuer die offizielle Inauguration (Amtseinweihung) Obamas abzuholen! Als wir dann also ganz euphorisch zu dem Gebaeude stuermten mussten wir mit schrecken feststellen, dass wir auch dort nicht die einzigen waren! Bei weitem nicht! Drei Schlangen von ja. ca 5.000 Menschen umgab jedes einzige Gebaeude auf der ganzen Strasse, denn alle versuchten noch in letzter Minute eins der weltbegehrten tickets zu ergattern. Aber da dem Jim ja bereits eins versprochen wurde, stellten wir uns trotzdem in die Schlange, ohne erwartung dort wieder heraus zu kommen bis es Nacht wird. Als ich grade so vor mich hinfrohr sah ich eine Gruppe von Leuten mit Starbucks Caffee vorbeilaufen und ich hab den Jim ganz lieb gefragt: „Machts dir was aus, wenn ich schnell Caffee holen gehe?“ Und sofort schickte er mich mit freudigem Kaffeedurst hinfort. (ach ich liebe meine Saetze, wenn sie so unglaublich undeutsch klingen :) ) Als ich schliesslich den Starbucks fand, hiess es mal wieder in Schlange stehen – fuer einer weitere Halbe stunde. Man musste uebrigends auch Schlange stehen um sich Zucker/Mich zu holen ;) Schrecklich. Als ich jedenfalls zurueckstuermte, mit einem Chai Latte, einem Cafe Americano und einem doppelten Kaffe fuer Jorgen und mit Cookie, Bananenbrot und Wrap, musste ich zu meiner Enttaeuschung feststellen, dass sich die anderen in der zwischenzeit um ca. fuenf Meter bewegt hatten. Juhu, nur noch 10 Stunden uebrig.

Aber dann haben wir bekanntschaft mit dem Zahnarzt Dr. Burton und seiner Frau und Kindern gemacht und die waren echt eine freundliche Gesellschaft. Der Mann, ziemlich gross und dick, aber unglaublich lustig und symphatisch erzaehlte uns dann eine krasse story: Als er Arzt in Greenville, North Carolina war kam ein weisser Patient zu ihm, mit einer schlimmen Zahnfleischentzuendung und als er den dunkelhaeutigen Doctor sah sagte er:“ Ich lass mir meinen Mund nicht dreckig machen von einem Schwarzen.“ und hat die Praxis verlassen. Das hat ihn natuerlich verletzt, aber nach einer WOche kam der gleiche Mann zurueck, mit einer viel dickeren Backe und diesmal hat er sich – den Mund heil machen lassen. Als er nach einiger Zeit realisierte, was er da gesagt hat und was er dem Doctor alles zu verdanken hat, entschuldigte er sich sehr gewaltig und sagte, dass er seine Sicht auf afroamerikaner dank ihm um 100 Prozent geandert hat. Von da an, sendet er ihm immer aufmerksamkeiten und entschuldigungen.

Jedenfalls war Dr. Burton genauso muede vom Im Schlangestehen und beschloss schliesslich eine Alternative zu suchen, und sieh da, er wurde fuendig! Als er seine Frau nach wenigen Minuten anrief, sollten wir uns zur Hinterseite des Gebaeudes begeben und sieh da: In einem Untergrundeingang in das Gebaeude war eine Schlange von lediglich 100 Leuten und Dr. Burton war bereits ziemlich weit vorne – uns zu sich winkend. Als wir uns dort mit reinquetschten erklaerten wir allen Leuten um uns herum, dass Jim und er Cousins seien, was natuerlich auf Grund der Hautfarbe eine Ironische Wirkung hatte und alle zum Lachen brachte. Als wir dann dort einige Minuten Standen kam ein sehr wichtiger Mann aus dem Gebaeude: John Lewis, der Civilrights kaempfer, der Martin Luther King jr.’s Freund war und sehr viel fuer die Rechte der afroamerikanischen Bevoelkerung in den Staaten tat. Als wir dann schliesslich in das bedeutende Gebaeude traten mussten wir das Buero von Jim’s Congressman suchen und als wir es schliesslich fanden waren wir ueberwaeltigt von der bestaundenden Freundlichkeit die uns erwartete! Die Leute waren total in mir und Jorgen interessiert und fragten mich viele Fragen ueber mein Zuhause und es war echt toll mit den ganzen wichtigen Menschen so locker reden zu koennen! Anschliessend wurde Jim das Ticket uebergeben und wir verliessen das Gebaude wieder, mit Georgia Erdnuessen in den Taschen, die es beim Congrssmanbuero gab :)

Im Anschluss liesen wir uns zum Lincoln Memorial fahren, einem sehr bedeutenden Denkmal fuer die Amerikaner, denn dieser Mann war sehr bedeutend, wie ihr ja alle mit Sicherheit schon wisst ;) Auch hier hiess es wieder in Schlange stehen, fuer ca. 30 Minuten und so langsam war ich muede von dem ganzen Schlangengestehe. Als wir schon was angekommen sind, am Ende der Schlange, musste die Strasse fuer einen Traktor gesperrt werden und als sie wieder geoeffnet wurde wollte uns so ein bloeder Polizeiofficer zurueck ans ende der Schlange schicken, weil er sich irgendwie einbildetet, dass wir uns vorgedraengelt haben, was NICHT wahr ist (nicht diesmal :P ), eine nette Lady neben uns hat dann dem Officer ordentlich ihre Meinung gesagt, denn er wollte auch sie zurueckschicken. Als sie dann ordentlich Dampf ablies, lies er uns dann alle nur mit einem kleinen verschaemten Laecheln vorbei. Na man muss denen nur mal klarmachen, dass sie nicht Boss von allem sind!

Das Denkmal war ziemlich beeindruckend und Mr. Lincoln war wirlich eine RIESEN statue! Und so wahnsinnig sauber und strahlend weiss! Total schoen. Bevor Nia uns abholte um uns heimzufahren, gingen wir noch am Weltkrieg 2 Mahnmahl und dem Vietnamkrieg vorbei, wobei mir zweiteres wesentlich besser „gefiehl“ (Im sinne von: als passender erschien)…

Und als ich am Montag Nacht meine Augen schloss, hatte ich keine Ahnung, was so am naechsten Tag alles auf mich zukommen sollte…

Fortsetzung folgt sobald wie Moeglich…





Welcome to Buenos Aires and Happy New Year!

22 01 2009

Huhu liebstes Leservolk!

Hier noch ein kurzer Nachtrag von unseren wundervollen letzten Tagen auf unserem gigantischen Trip an die Antarktis.  Dieser Artikel handelt von den wenigen Tagen, die wir in Buenos Aires verbracht haben!

Also als wir am 29. Dezember von Ushuaia abflogen landeten wir nach ca. 3 Stunden in der Hauptstadt Argentiniens, Buenos Aires.  Wie bereits erwaehnt, ist diese Stadt ein einziges Chaos, aber trotzdem wundervoll und total schoen (an vielen, aber nicht allen Stellen). Unser Hotel war neben dem Nationalem Friedhof im Zenter der Stadt. Der Friedhof ist echt sehr… erschreckend, aber schoen. Man koennte es  „morbide Schoenheit“ nennen, denn all die grossen Graeber sind ausgestattet mit Lebensgrossen Engeln, Statuen oder Kreuzen. Auf dem Friedhof ist auch die beruehmte Eva Peron (oder kurz „Evita“) begraben, eine nationale Heldin Argentiniens, die leider mit 32 verstarb. Jorgen und Jim mochten den Friedhof nicht besonders, denn sie fanden, dass das irgendwie zu morbid ist. Ich versteh das, aber ich fands schon ziemlich beeindruckend. Und fuer mich wars auch irgendwie cool, denn der Friedhof ist einer der beruehmtesten der Welt und war Schauplatz in etlichen Filmen.

Wie auch immer, unser Hotel, gleich nebenan, war ein Traum :D . Das Hotel war extrem schmal und somit hatten wir ein ganzes Stockwerk. Unsere Suite hatte zwei Badezimmer, wobei jedes etwa so gross war, wie unser ganzes Wohnzimmer zu Hause. Achja, in der zweiten Nacht viel der Strom aus! Aufeinmal gabz nen Kurzschluss und Licht und Strom war aus! Dafuer mussten wir diesen Tag nichts bezahlen und das sparte dem Jim natuerlich eine Menge Geld, bei dem tollen Hotel! :) Ich fands sehr cool…

Also ich weis schon garnichtmehr was wir alles gesehen haben, weils schon so lange her ist!\

Am folgenden Tag sind wir nur ein wenig rumgelaufen und haben feststellen muessen, dass die Autos wirklich VERRUECKT fahren! Wie in einem frueheren Artikel erwaehnt, gibt es dort keine Linien oder sonstiges auf der Strasse, also faehrt jeder, wo er will! Und auch der Abstand ist vielleicht grademal 10 cm.

GRUSELIG!

Okay, also am letzten Tag des Jahres, hatten wir einen Einheimischen von dem Bezirk, der uns in seinem Auto fuer ca. 3 Stunden herumgefuehrt hat. Dabei haben wir das Gebaeude der Regierung besichtigt, die Nationale Kirche,  und letztlich das beste: Caminito, der Stadtteil, in dem Tango gegruendet wurde! Die Nachbarschaft ist zwar die aermste von Buenos Aires und das kann man auch auf etliche Haeusern feststellen, mit all den einsturzgefaehrdeten Schuppen, aber dann kommt man in diese historische Strasse:  Alle Haeuser sind Gelb, Gruen, Blau und Rot bemalt und scheinen im hellen Sonnenlicht Argentiniens. Die Leute in der Strasse tanzen, denn ueberall ist Musik. Ueberall ist Tango, der Tanzstil der genau aus dieser Strasse kommt! Und alle Leute sind wunderschoen angezogen! :) Wow das war echt ein tolles Bild!

Ansonsten war die Fuehrung auch sehr beeindruckend, denn wir bekamen nicht nur die beruehmten Touristenplaetze zu sehen, sondern auch was sonst so abgeht! Buenos Aires ist eine Metropole mit ca. 14 Millionen Menschen und das merkt man auch! Von den hoechsten Gebaeuden, internationalen Industriesitzen bis in die Armenviertel, die wirklich in aermsten Verhaeltnissen hausen. Es war echt nicht leicht, die ernorme Armut so nah zu erleben. So etwas habe ich auch noch nie zuvor gesehen.

So am Abend war das lustigste unseres ganzen Aufenthaltes in Buenos Aires! Der freundliche Touristenfuehrungsmensch ( hihi, was fuer ein Wort) hat uns Karten fuer ein spektakulaeres Tangotheater gebucht, und er sagte das waere 300 Pesos pro Person, was umgerechnet ca. 100 US. Dollar entspricht. Jim war einverstanden und somit gings also am Abend in das beruehmteste Theater in ganz Argentinien! Als uns ein Auto des Theaters abholte kamen wir in einem wunderschoenen grossen Saal mit fabelhafter Buehne an! Fuer das Essen gab es ca. 20 Besteckstuecke bereits zurecht gelgegt und 3 Glaeser pro Person. Als wir das Essen waehlten, hab ich mich fuer Crepes mit CHampignions entschieden. Nachdem wir uns am Buffet bedienten (und ich das erste Mal sushi getestet habe) war ich schon fast voll, so viele koestlichkeiten gab es da! Aber dann kam der erste Gang, eine Blaetterteigtasche gefuellt mit Gemuese und zeug das mir nicht bekannt war. Das Hauptmenu war dann mein Crepes, und woooow, das war sooo gut! :) Koestlich! Naja und als Nachspeise gabs dann Eis.

Oh man und ich red auch nur vom Essen, oder? WIr hatten wirklich eine wunderschoene Zeit und superviel Spass! Alles war super, doch dann kam die grosse Ueberraschung, die rechnung: Pro Person 300 US. DOLLAR! Der Jim dachte es war ein schlechter Scherz und fuer einen Augenblick war stille und wir alle waren geschockt!  Naja nach kurzem Aufregen von uns allen, haben wir beschlossen, das beste aus dem Abend zu machen. Um uns herum waren ca. 600 Menschen, alle in Abendkostuemen und geschmueckt mit Juwelen.  Bei der Gesellschaft war klar, dass so viel Geld zu erwarten war. Naja die Tangoshow war wirklich FANTASTISCH! Es waren ca. 10 Taenzer/innen, die von einem kleinen Orchester begleitet wurden. Die Taenzer/innen waren alle von bedeidenswerter Statur und auch sonst wirklich einfach nur schoen :) ( Generell, waren dort so wahnsinnig wunderschoene Menschen in der Stadt unterwegs, das glaubt man garnicht!).  Das Tanzen war natuerlich makellos und jede Bewegung sah einfach so leicht und schwerelos aus, alles unglaublich prezise und genau abgestimmt. Atemberaubend. Aber auch das Orchester, die Akkordeonspieler (3), Geige, Kontrabass, Viola und Klavier gaben ihr bestes mit abwechselnden Soli und Ensemblestuecken. Das Tangomotiv war ein roter Faden durch das Progamm und der rythmus blieb mir noch bis ueber die naechsten Tage in den Ohren. Nach einer Show von ca. einer Stunde war es auch schon fast Mitternacht! Als es dann so ca. 3 Minuten vor dem Jahreswechsel war, oeffnete sich der Vorhang nochmals und auf der Buehne stand eine grosse Goldene Geschenkbox. Als der Countdown abgezaehlt wurde, oeffnete sich zum Finale die Box und drei „Gottheiten“ marschierten aus der Box. Die Damen waren nur mit goldenen Bodypaint bedeckt und hatten gigantische Drahtgestelle auf dem Kopf. Es sah alles etwas obskur aus, aber es war definitiv sehenswert!

Anschliessend gab es laute Musik, und Leute haben auf der Buehne getanzt. Die Musik war aus aller Welt und auch Artisten wie Mika, Scissor Sisters waren vertreten. Danach gings nach Hause und auch bald zu Bett. Das war mit sicherheit die aussergewoehnlichste Neujahrsfeier die ich je erlebt habe! Aber mit sicherheit auch eine der Besten. Wir hatten echt, auch trotz der schlechten Ueberraschung, einen wunderschoenen Abend und eine Menge Spass!

Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass in Argentinien KEIN Englisch gesprochen wird, weder in Hotels, Restaurants, noch am Flughafen. Ueberall nur Spanisch. Den Jim hat das ziemlich gestoert, ist ja auch verstaendlich, den sonst ist ja Englisch UEBERALL! Naja wie auch immer, irgendwie konnten wir uns immer verstaendigen und kamen dort hin, wo wir hinwollten.

;-)

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Die Sicht von unserem Hotel

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Unser Balkon

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Im Armutsviertel

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Folklore Taenzer In Caminuto

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Auf dem Friedhof

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Grab von Evita

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Im Theater

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Die attraktiven Taenzer/innen

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Die Goettinnen (die Umhaenge sind dann auch gefallen…)

:)





Von den blauen Bergen…

13 01 2009

… kommen wir, nicht ganz, aber trotzdem ein paar Fotos,
aber nur weil ihr so ZAHLREICH kommentiert… (IRONIEEEE) (aber danke Thomas, Daniel, Irene, Annky und Dodo) ;)

Ihr anderen: Ich schreib mir hier meine Finger wund, lasst doch auch mal paar Worte fuer mich hier!

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Wie gesagt, viele Pflanzen und Naturbilder. Aber ist doch auch mal ganz schoen, oder? Hab wiedermal alle Bilder gemacht, weil die anderen zwei zu faul waren…





Die Schönheit der südlichsten Stadt der Welt!

13 01 2009

Liebe Leser,

Ihr dachtet mit Sicherheit, dass es nach meinem Antarktisbericht erstmal still hier wird… Falsch gedacht! Denn noch hab ich nicht genug in die Tast gehauen!

:)

Hier noch eine kleine Portion Ushuaia-geschwaerme von mir. Zu erst moechte ich aber mal ganz stolz auf meine Umlaute in der Ueberschrift hinweisen! :) Toll oder? Habe diese von einer deutschsprachigen Homepage kopiert und hier eingefuegt. So wahnsinnig clever bin ich… Eigentlich koennte ich es hier staendig so machen, aber da ich viel zu faul fuer sowas bin, muesst ihr euch hier mit den gewohnten ae’s, oe’s und ue’s abfinden.

So, und nun zum wesentlichen! Im folgenden moechte ich euch ein wenig ueber meine zwei letzten Tage in Ushuaia berichten, die wirklich fabuloes abgelaufen sind! Nachdem wir am 29. morgens in Ushuaia ankamen nahmen wir gleich ein Taxi zu unserem vorgebuchten hotel. der Taxifahrer hatte ueberraschender Weise ein paar wenige Englischkentnisse die uns vermuten liesen, dass unser Hotel ca. 15 Minuten von der eigentlichen Stadt entfernt sei. Natuerlich hielten wir das fuer ein Missverstaendnis, denn um Ushuaia gibt es vielleicht 2 asphaltierte Strassen mit ca. 10 einsturzgefaehrdeten Huetten… Doch wir haben den Fahrer tatsaechlich richtig verstanden und somit ging es dann in der Tat auf Landwegen und durch Matschige Gruben in den Pfaden zu einem wunderschoenen Hotel am Strand, dass man aus der Stadt nicht sehen kann, denn um das Hotel herum waren ja keine Strassen oder anderen Haeuser. Im Hotel angekommen checkten wir erstmal ein und… WOW es war mit Abstand das tollste Hotel, dass wir bis dato erlebt hatten! (was zumindest Jorgen und mich betrifft). In der Lobby gab es einen grossen steinernen Kamin mit lodernden Feuerchen, damit einige Couches mit Fell und einem wunderschoenen Holztisch, der offenbar aus irgendeiner Wurzel hergestellt wurde. In der Lobby gab es ausserdem einen kleinen Brunnen genau in der Mitte, der einfach alle Blicke auf sich zog. Das Zimmer hatte drei grosse Betten, die mit den schoensten Decken und Kissen perfekt zum Holz des Bettes angepasst wurden. Die Decke und der Boden waren ebenfalls aus dunklem, matt-glaenzenden Holz, waehrend das Badezimmer aus dunklem Gestein und Glass hergerichtet wurde, was wirklich zuperschoen wirkte. Im generellen wurde bei diesem Hotel sehr stilvoll auf alle Kleinigkeiten geachtet um alles trotzdem einfach, simpel und natuerlich wirken zu lassen.

Doch genug von einem Hotel, denn sowas koennt ihr ja auch in jedem Hotelmagazin lesen/sehen. Hin zu Ushuaia! Den Nachmittag haben wir dann in der Stadt verbracht, wobei wir in einem kleinen Schockogeschaeft University of Georgia Studenten getroffen haben, die uns dann freundlicherweise einen Tipp fuer ein gutes und guenstiges Restaurant gaben. Es war wirlich ein grosser zufall, dass wir die dort getroffen haben, denn immerhin haben wir IN USHUAIA selbst, NIE jemanden getroffen, der aus Amerika kam. :) Im Schockogeschaeft gabs allerdings ein guten Brownie und eine heisse Schocki, wobei der Jim und Jorgen einen Kaffee bestellt hatten. Als die getraenke kamen, gabs den Kaffee in Espressogroesse (wie sich hinterher herausstellte in ganz Argentinien, wenn du einen gewoehnlichen Kaffee bestellst) was die Jungs ziemlich enttaeuscht hat und mich mit meiner Schoki natuerlich viel besser aussehen lassen hat. :)

Als wir dann so, nach einem Museumsbesuch des Gefaengismuseums (was ganz interessant war! wer haette gedacht, dass dort unten tatsaechlich eins der groessten Schwerverbrechergefaengnisse der Welt war!? Die Leute dort haben es behandelt wie Askaban :D ) haben wir uns dann entschlossen den beruehmten Ushuaia Gletscher zu besichtigen. Und das sollte fuer mich wiedermal eins unserer vielen Highlights werden. Aber ich glaube dort habe ich die tollsten Kulissenbilder meines Lebens in meinen Kopf gebrannt ;) Und keiner kann sie mir wegnehmen! :D

Der Gletscher war, auf einer Serpentine ein ca. 20minuetiger Autoweg, und von dort aus ging es mit einem Gondellift naeher an die ganze Geschichte. Wer schonmal in Deutschland oder Oesterreich in einer Gondel gefahren ist, weiss, dass sie dort sehr auf sicherheit und auf diese Buegel wert legen. Was dort absolut nicht der Fall war. Denn wenn du Lust hattest konntest du grad mal ohne Buegel fahren und auch sonst – kein Personal, dass dir beim Einsteigen oder Aussteigen half. – Was mich jetzt nicht sonderlich stoerte ;)

Am Berg angekommen ging das ganze Erlebnis aber erstmal los! Denn von dort aus begannen einige schoene Wanderwege, die hoch hinauf in die verschneiten Berge fuehrten.

Der Weg fuer den wir uns entschieden haben, fuehrte ziemlich weit hinauf, bis an die steilen Steinwaende, die nicht fern von den Gipfeln waren – und dort war es so richtig KALT! Brrr… Allerdings haben wir auf unserem ca. 2-3 Stuendigen Weg eine MENGE wundervoller und farbenfroher Pflanzen und bluemchen gesehen, die direkt neben den kleinen Steinigem Pfad der kaelte Standhielten. Desweiteren gab es dort unmengen von Julia’s (meine Schwester) Lieblingen: Moose! Diese Moose gab es dort in allem moeglichen Ausfuehrungen, als grossblaettrige dunkelgruene und als hellgruene Flaechen, die an wenigen Stellen kleine Knospen hatten. Moose die ein wenig blaeulich wirkten gab es auch. (Die Anspielung auf die Julia, weil sie sowas ja studiert). Bei all den wunderschoenen Pflanzen und Steinen die es dort oben gab, viel mir auf, dass ich, bis auf 2 Schmetterlinge allerdings kein einziges Tier sah! Keine Voegel, keine Maeuse, keine Fische im Bach, kein garnichts… Nichtmal Insekten!

Naja wie auch immer, die Ausicht war einfach umwerfend: Der Pfad war in einem kleinen Spalt zwischen den gigantischen Bergen und inmitten des grossen Tales, das wie ein V bis nach Ushuaia fuehrte und auch so perfekte Sicht auf Ushuaia und den Hafen gab, wovon wir dann auch unser kleines Schiffchen sehen konnten.

Auf dem rueckweg nach unten viel mir noch etwas sehr aussergewoehnliches auf: als wir wieder in die Baumzone kamen, bemerkte ich, dass alle Baeume sehr ausserordentliche Stammformen besassen und dass alle extrems gebogen und verwirrt vielleicht grademal eine Hoehe von ca. 2.5 Meter Maximalhoehe aufwiesen. Das hat mit sicherheit mit dem kalten Wetter zu tun, das dort im Winter herrschen muss! Jedenfalls waren die Baeume unglaublich schoen und fast wie Kunstwerke, so wirr mit den Aesten und Stamm verschlungen.

Den restlichen Abend verbrachten wir dann im empfohlenen Restaurant, wo ich mir dann Pasta goennen durfte, was einfach unglaublich gut tut! Da man hier in meinem Haus hier so wenig mit Nudeln oder Brot und Reis ist, was, wer mich kennt, ja mal garnicht gut geht :D
Geschlafen hab ich in der Nacht besonders gut, da ich ja seit fast zwei Wochen nicht mehr in einem absolut ruhigem Bett geschlafen hatte. Und um ehrlich zu sein, das Hotelbett, war besser als das Bett in meinem kleinen Kabinchen auf dem Schiff… Die Nacht war schnell vorbei, und als ich die Augen aufmachte, war es schon wieder viel zu spaet am naechsten Morgen. ;) Um ca. 10 Uhr mussten wir dann schon am Flughafen sein, was nach einem erstaerkenden Fruehstueck in dem wundervollen Hotel auch kein Problem war! Denn zu Fruehstueck gab es alles was man sich nur vorstellen kann – Frisch und koestlich zum Verzehr bereit. Das hab ich mir nicht lange sagen muessen und schon war der Bauch voll, denn wenn man nicht mit Verstand isst, ist man schneller voll als man eigentlich will! :(

(dafuer hab ich mir dann etwas mit rausgeschmuggelt. hihi)

Der Flug war dann auch ganz angenehm, denn wir hatten, aufgrund eines buchungsproblemes der Argentur 1. Klasse Sitze, die natuerlich viel bequemer und gemuetlicher sind. Als dann allerdings ein grausam Stinkiger Mann hinzustieg und seinen gigantisches Hinterteil neben mir platzierte wurde aus dem Flug eine schweiss-ueber-parfuermierte Erfahrung, die ich einfach angeekelt und ernuechternd auf mich nehmen musste… es war aber gottseidank noch auszuhalten, als ich nach 20 Minuten ein wenig Schlaf fand.

Der Flug war ca. 3 1/2 Stunden, bis wir am 30. wieder in Buenos Aires landeten…

Aber das, gehoert zur naechsten Geschichte!





Eine Reise ans Ende der Welt… und darueber hinaus! (Teil 2)

9 01 2009

Hallo,

Es hat zwar einige tage gedauert, aber hier nun der naechste Teil meines kleinen Expeditionsberichtes!

6. Routine:

Um fuer euch ein wenig zu beschreiben, wie die Tage dort unten so abgelaufen sind, hier mal eine kleine Zusammenfassung der taeglichen Routine:

Am morgen um ca.7 wurden wir mit einer Durchsage geweckt und mit der 3-mal Taeglichen Begruessung des Begleitpersonals „Ladies and Gentlemen, it is 7:30 and your Breakfast is served. Bon Appetite!“ in den Essraum gebeten. Dort gab es dann morgens immer ein buffet mit allen moeglichen Koestlichkeiten und dann wurde fuer gewoehnlich mit Stephanie und ihrer Oma gegessen. Mittags gab es ebenfalls ein buffet und fuer abend hat man dan immer vorbestellen muessen (waehrend dem Lunch). Es gab jeden Tag ein anderes Thema nachdem das Essen bereitet wurde, da gab es dann zum Beispiel England Day, oder Norwegischer Tag oder auch Deutscher tag, wo es dann je nach Nation die Traditionelle Speise bereitet wurde. Zum Abendessen konnte man dann immer zwischen ca. 5 unterschiedlichen Speisen unterscheiden, wobei es aber auch immer nach dem Folgenden ablief: Suppe, Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise. Das Essen war wirklich sagenhaft! Ich hab selten so delikate Koestlichkeiten auf einem haufen gesehen! Hatte keine einzige Speise bei der ich sagen musste, sie haette mir nicht geschmeckt. Mein Lieblingstag war wahrscheinlich die Asiatischen Delikatessen, wo ich dann ein Gemuese, das irgendwie anders aber einfach lecker mit Reis zubereitet wurde genossen. :) Das Personal auf dem Schiff war ausschliesslich von den Philipinen und alle waren auserordentlich freundlich und hilfsbereit. Da gab es dann zum Bespiel Sheila und Nina, die mich immer gefragt haben wie es mir geht und ob sie mir was zum Essen oder Trinken bringen koennen. Soo nette Maedchen!

Anschliessend stand dann meisten eine erste Landung oder eine Zodiac (die Motorschlauchboote)Cruise an. Also gingen dann alle in den „Wetroom“, wo die (vom Schiff gestellten) nassen Stiefel, Jacken, Rettungswesten und alle saemtlichen nassen Anziehsachen zum trocknen hingen. Nachdem man sich dann in seine Wasserfesten Stiefel gequetscht hat (weil man ja so dicke socken anhatte ;) ), Regenjacke, Hose und Rettungsweste aufgezogen hat musste man sich dann in eine Reihe von Leuten anstellen um darauf zu warten in einen Zodiac steigen zu duerfen. In ein Zodiac duerfen 15 Leute, aber wir waren meist nur mit 12 Mann besetzt. In den Zodiacs sassen wir dann alle am Rand und haben uns an Seilen festgehalten. Ich habe immer Stephanies Oma, die schon ueber 80 ist, bewundert, denn sie stieg die heruntergelassene Leiter herab und ist jedesmal in den Zodiac geklettert und mit uns mitgefahren! Wahnsinn.

Von dort aus gings dann eben, je nach Landung oder Cruise, entweder fuer eine Stunde im Wasser herum zwischen Eisbergen und Robben oder eben auf Land. Bei den Cruisen durften wir dann immer entscheiden wo wir hin wollten und was wir sehen wollten, jedenfalls konnte uns das Team ueber ALLES was interessantes erzaehlen. Die leute waren einfach, wie bereits erwaehnt, unglaublich erfahren und informativ. Die Landungen waren fuer mich allerdings immer ein wenig spannender, denn dort durfte man tatsaechlich im Schnee toben! Meist gab es kleine rote Flaggen, die einen den Weg zeigten, den man folgen sollte. Die Wege waren je nach Steigung des Berges unterschiedlich lang, aber meist hat man fuer eine Route hin und zurueck -mit gelegentlichen Pausen zum Bilderschiessen- ca. 1 Stunde gebraucht. Der Schnee an der Antarktis ist… Gelb, Rot,Braun und Gruen… :) Keine Angst, nur an Pinguinnestplaetzen. ;) Denn die kleinen scheissen wirklich was das Zeug haelt in der Gegend rum… Aber bei den suessen kleinen Tierchen, wie kann man denn schon stinkig auf sie sein? :P Nein der Schnee ist sonst wirklich traumhaft und die Schneeflocken sehen tatsaechlich so aus, wie man sie aus papier auschneidet, so wie man sie immer malt. Ich hab garnicht gewusst, dass schneeflocken wirklich SO schoene Formen haben koennen! Doch der Schnee war nicht nur Menschenfreundlich, denn wenn man so durch den Schnee stapfte ist man jedenzweiten Schritt mal Knietief, mal huefttief eingesunken! :) Meist war das ganz lustig, aber nach einer Weile konnte es ganz schoen anstrengend und ermuedent werden. Vorallem wenn die Stiefel dann im Schnee stecken geblieben sind… Naja Ansonsten haben wir dann im Schnee Schneemaenner gebaut, Schneeballschlachten gehabt, Schneeengel gemacht und das witzigste war: Vom Berg im Schnee herunterrutschen! Man brauchte nichtmal ein Schlitten,denn aufm Po konnte man wirklich perfekt herunterrutschen! Es ging schneller und war ausserdem viel witziger. ;) Die Rutschrinnen wurden dann von den Expeditionsleitern am Morgen vorbereitet und am Mittag wurden sie dann ausreichend von jung und alt benutzt. :)

Die Landungen waren aber auch etwas ganz besonderes, denn man konnte tatsaechlich Fuss auf den Antarktischen Kontinent setzen! Ausserdem konnten wir endlich mal die Antarktis mit eigenen Haenden erkunden. :) Das war sowas besonderes! Dem ganzen Leben so nah zu sein! Wir waren nicht erlaubt den Tieren naeher als 5 Meter zu kommen, aber wie auch das personal uns immer sagte: Aber die Tiere waren erlaubt DIR naeher zu kommen! Und das taten sie auch! Entweder die kleinen Pinguine die ploetzlich in unseren Weg gewatschelt sind und sich dann dort einfach fuer eine halbe Stunde hingesetzt haben, oder die Robben, die einfach mit uns mitgeschwommen sind im Zodiac um sich dann neben uns an die Kueste zu legen. Es war einfach wahnsinnig wie mutig diese kleinen Tieren(oder grossen) sich einfach an uns heran getraut haben! Es war ausserdem natuerlich unglaublich cool einen kleinen Pingu neben sich sitzen zu haben. Oder wenn du da sitzt, ein kleiner Pingu, am Bauch herumrutschend, dich umkreist. Wahnsinnig toll war auch folgendes: Pinguine watscheln ja so vor sich hin, oder rutschen auf ihren Baeuchen umher, aber manchmal, wenn sie grade so laufen, sinken sie mit einem Fuss im Schnee ein und fallen einfach ganz plump auf ihre dick gepolsterten Baeuche. Das ist wirklich das lustigste Bild, dass man sich nur vorstellen kann!
:) Die Landungen waren gewoehnlich nach ca. 2 – 3 Stunden vorbei, was aber auch reichte, denn das Team machte sich alle Muehe uns die schoensten Plaetze in so kurzer zeit zu zeigen.

Somit ging es also auf ca. 10 Landungen wobei ich einfach jede unglaublich genoss und immer ein wenig traurig war, wenn es dann zurueck aufs Schiff ging.

Ansonsten auf dem Schiff: Wenn man zurueck von den landungen oder Cruisen kam hing man nasse sachen im Wetroom auf und anschliessen ging man fuer gewoehnlich in die Observation lounge, wo es Tee, Kaffee, Getraenke und Kekse gab. Der Raum war riesig und alle Lesungen wurden dort abgehalten und auch alle Feiern wurden dort veranstaltet, die Waende des Raumes waren, bis auf eine, voller riesiger Fenster und somit konnte man auch tagsueber einfach in der Waerme die wunderschoene Natur bestaunen.

7.WALE:

Wir haben auf unserem Trip so einige Wale und Delphine betrachten koennen. Die meisten waren jedoch so weit entfernt, dass es mir unmoeglich erschien ein Bild zu schiessen. Meistens gab es urploeztlich eine Durchsage, dass wir alle eine Herde von Buckel,Blau oder Orcas nordwest oder (wo auch immer) sehen konnten! Und dann rannte man auf die Bridge und konnte tatsaechlich, meist in weiter Ferne, die gigantischen Flossen bestaunen. Doch manchmal hatten wir wirklich grosses Glueck und kamen wirklich nah an die groessten Lebewesen der Erde heran! Die gigantischen Flossen aus dem dem Wasser ragen zu sehen, das Wasser spritzen, wenn sie in die Luft pusten war wirklich spektakulaer! Aber nicht nur das, denn einige Male hatten wir ungewoehnliches Gleuck! Wie ihr auf den einen Bildern sehen koennt wurde unser Schiff tatsaechlich von einer Horde Orkas umringt, die dann auch einige Minuten mit uns mitgeschwommen sind!! Die Orkas sind im Grunde gingantische Schwarz/weisse Delphine die von den Amerikanern undliebevoll „Killer whales“ genannt werden. Als die Orkas mit uns mitschwammen stuermten alle ganz wie verrueckt auf das Deck und staunten und schossen Bilder. Ich hab in dem Moment einfach kein Wort herausgebracht! Denn ich war einfach so ueberwaeltigt.

Ansonsten haben wir noch ganz viele Delphine am rueckweg gesehen, die auch mit uns mitgeschwommen sind, aber wesentlich kuerzer und leider waren sie nur ganz schlecht sichtbar. Naja aber die Tatsache zaehlt ja!!

8. Unendliche Tage:

Wie ihr Sicher schonmal irgendwo gehoert oder gelesen habt, wird es im Sommer an der Antarktis nicht wirklich Nacht. Und wow. Ihr glaubt nicht wie verrueckt das sein kann! So richtig dunkel wurde es nie so wirklich, nur zwischen 2 und 6 Uhr morgens verschwand die Sonne mal und der Himmel faerbte sich meist Rot oder violett! Leider hab ich das nur sehr selten miterlebt, denn meistens habe ich zu dieser zeit geschlafen, erschoepft von den unglaublichen Dingen die ich Tagsueber so zu Gesicht bekommen habe!

9. Weisse Weihnacht:

Am Schiff gab es einen Musiker mti dem Namen Steward, der unbedingt an Heilig Abend eine grosse Weihnachtsshow praesentieren wollte. Er ist angeblich Songwriter und hatte das Stueck selbst geschrieben… Das hat er am ersten Tag an der Antarktis mir und Jorgen eroeffnet, da ihm wohl jemand gesagt hatte, dass wir auch Musik machen wuerden. Er hat dann also den Jorgen ueberredet die Stuecke auf seiner Geige zu begleiten und nachdem ich den Jorgen nicht alleine da haengen lassen wollte, hab ich mich dann auch bereit erklaert bei einem Stueck gesanglich mitzuwirken. Steward war ueberwaeltigt von der Musikalischen zusammenarbeit und nach 3 Tagen hatte er zusaetlich noch 4 andere Stuecke fuer mich zum singen…. und es war mitlerweile zu spaet einfach die ganze Sache abzusagen. Und so dachte ich mir, was solls? Die Leute siehst du eh nie wieder! Aber in Tatsache wurde es peinlicher als ich es mir je ertraeumt hatte! Ich meine die Lieder waren in Ordnung und haben eigentlich auch Spass gemacht, doch das Stueck war einfach nur grottenschlecht und hatte wirlich null handlung… Die Leute waren ein wenig geschockt wie dumm der Steward sich da anstellte und was er eigentlich fuer eine tolle Show versprach und dann sowas… Aber spaetestens beim Letzten Lied von Jorgen und mir waren alle Leute begeistert und das bloede Stueck war vergessen. Viele Leute kamen zu mir und sagten mir, sie haetten die lieder und meinen Gesang sehr genossen, was mich schon sehr freute :) Achja das letzte Lied „You can depend on me“, hat Steward mir dann gewidmet und das naechste mal wenn ich in Australien bin, schreibt er mir ein eigenes Musical.

:D Der Mann ist einfach verrueckt! Aber eigentlich ganz putzig… Wie er immer denkt, dass alle seine Arbeit bewundern und ihn respektieren… :) Ich fand ihn sehr amuesant und auch wenn er wie ein Wasserfall reden konnte, hab ich immer einen Weg gefunden ihm irgendwie zu entkommen ohne ihn gross zu enttaeuschen.

Ansonsten war Weihnachten… Anders! Ueber Heilig Abend ankerten wir in einer Bucht, umringt von gigantischen Gletschern. Wir hatten in der Observation Lounge ein riesen Weihnachtsfestmahl mit allem Drum und drann und dann gab es auch eine grosse Party mit Karaoke und einer Menge Spass! ich und Jorgen blieben mit unseren neuen Freunden bis zum morgen und dort fing es an zwischen unserer Jugendgruppe so eine richtig enge verbindung zu geben. :) Wir alle sind kaum von einander weggekommen und haben jede Minute gemeinsam, in unserer tollen Gruppe genossen.

:)

Die anderen Weihnachtstage waren auch schoen und an einem der Tage haben Jim, Jorgen und ich auch einige Weihnachtslieder mit Keyboard, Geige und Gesang fuer die Leute presentiert, was unglaublich gut bei den ganzen leuten ankam!

10. Rueckreise

So nach beinahe 6 Tagen auf der Antarktis ging es dann am 27. Auch wieder zurueck gen Suedamerika durch die Drake Passage und wieder war der Max seekrank… Allerdings nicht so schlimm wie bei der Hinreise. :) In den tagen ist nciht viel passiert, ausser das der Abschied am letzten Abend extrem traurig wurde! Am naechsten Morgen flossen dann auch einige tausende Traenen und versprechungen in Kontakt zu bleiben. Es bleibt nicht viel zu sagen ausser, dass es einfach der beste Trip war, den man sich nur vorstellen kann! und dass all die Naturwunder das schoenste ist, dass man mit seinen Augen nur sehen kann. ich liebe die Antarktis, und wenn ich je wieder die Chance habe dort hin zu fahren, werde ich sie ohne bedenken wahrnehmen. Wahnsinn!

Weitere Artikel ueber die Heimreise und Neujahr in Argentinien und Buenos Aires folgen!





Antarktis Bilder, Teil 2.

6 01 2009

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Der Groesste Eisberg auf unserer Reise… Das ganz kleine dunkle im Wasser ist ein Boot!

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Polar Star :)

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The Brothers :D

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Vulkanische Insel

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Mein Lieblingsbild :D

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Ihr Seht: Die Pinguine sind UNS gefolgt! Daher konnten wir so gute Bilder Schiessen!

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Das goldigste geschoepf der Welt :)

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:)

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Britische Station

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Im Fluge erwischt !

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Orkas!!!

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Die sind einfach mit uns mitgeschwommen!

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Den Berg runterrutschen, war meist einfacher als laufen und im Schnee versinken!

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Die kleinen Chinstraps sind bis in die hoechsten Berge geklettert.

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An heilig Abend

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Einfach mit uns mitgeschwommen!

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Ein Bad am vulkanischen Inselstrand :D Der Strand war heiss!!!

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Die Fungroup!

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Jorgen und Steward… Mehr darueber folgt spaeter….

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Mehr Bilder und Information kommt in den naechsten Tagen!!!





Antarktis Bilder, Teil 1

4 01 2009

Hier natuerlich das, was ihr lieber habt als Worte, meine Bilder von dem trip.

ABER! Das ist erst der Anfang :D

Mehr folgen die naechsten Tage!

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Toursimusindustrie in Ushuaia

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Vom Hafen mit sicht auf den Beagle Channel

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IM Beagle Channel

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Mein erstes Pinguin Bild :)

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Pinguin Liebe :)

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Mit Stephanie

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Wir Jungs mit Dan, einem Canadischen Agenten xD

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Jorgen, Ich und Jim

Mehr Bilder folgen in Kuerze…