Welcome to Buenos Aires and Happy New Year!

22 01 2009

Huhu liebstes Leservolk!

Hier noch ein kurzer Nachtrag von unseren wundervollen letzten Tagen auf unserem gigantischen Trip an die Antarktis.  Dieser Artikel handelt von den wenigen Tagen, die wir in Buenos Aires verbracht haben!

Also als wir am 29. Dezember von Ushuaia abflogen landeten wir nach ca. 3 Stunden in der Hauptstadt Argentiniens, Buenos Aires.  Wie bereits erwaehnt, ist diese Stadt ein einziges Chaos, aber trotzdem wundervoll und total schoen (an vielen, aber nicht allen Stellen). Unser Hotel war neben dem Nationalem Friedhof im Zenter der Stadt. Der Friedhof ist echt sehr… erschreckend, aber schoen. Man koennte es  „morbide Schoenheit“ nennen, denn all die grossen Graeber sind ausgestattet mit Lebensgrossen Engeln, Statuen oder Kreuzen. Auf dem Friedhof ist auch die beruehmte Eva Peron (oder kurz „Evita“) begraben, eine nationale Heldin Argentiniens, die leider mit 32 verstarb. Jorgen und Jim mochten den Friedhof nicht besonders, denn sie fanden, dass das irgendwie zu morbid ist. Ich versteh das, aber ich fands schon ziemlich beeindruckend. Und fuer mich wars auch irgendwie cool, denn der Friedhof ist einer der beruehmtesten der Welt und war Schauplatz in etlichen Filmen.

Wie auch immer, unser Hotel, gleich nebenan, war ein Traum :D . Das Hotel war extrem schmal und somit hatten wir ein ganzes Stockwerk. Unsere Suite hatte zwei Badezimmer, wobei jedes etwa so gross war, wie unser ganzes Wohnzimmer zu Hause. Achja, in der zweiten Nacht viel der Strom aus! Aufeinmal gabz nen Kurzschluss und Licht und Strom war aus! Dafuer mussten wir diesen Tag nichts bezahlen und das sparte dem Jim natuerlich eine Menge Geld, bei dem tollen Hotel! :) Ich fands sehr cool…

Also ich weis schon garnichtmehr was wir alles gesehen haben, weils schon so lange her ist!\

Am folgenden Tag sind wir nur ein wenig rumgelaufen und haben feststellen muessen, dass die Autos wirklich VERRUECKT fahren! Wie in einem frueheren Artikel erwaehnt, gibt es dort keine Linien oder sonstiges auf der Strasse, also faehrt jeder, wo er will! Und auch der Abstand ist vielleicht grademal 10 cm.

GRUSELIG!

Okay, also am letzten Tag des Jahres, hatten wir einen Einheimischen von dem Bezirk, der uns in seinem Auto fuer ca. 3 Stunden herumgefuehrt hat. Dabei haben wir das Gebaeude der Regierung besichtigt, die Nationale Kirche,  und letztlich das beste: Caminito, der Stadtteil, in dem Tango gegruendet wurde! Die Nachbarschaft ist zwar die aermste von Buenos Aires und das kann man auch auf etliche Haeusern feststellen, mit all den einsturzgefaehrdeten Schuppen, aber dann kommt man in diese historische Strasse:  Alle Haeuser sind Gelb, Gruen, Blau und Rot bemalt und scheinen im hellen Sonnenlicht Argentiniens. Die Leute in der Strasse tanzen, denn ueberall ist Musik. Ueberall ist Tango, der Tanzstil der genau aus dieser Strasse kommt! Und alle Leute sind wunderschoen angezogen! :) Wow das war echt ein tolles Bild!

Ansonsten war die Fuehrung auch sehr beeindruckend, denn wir bekamen nicht nur die beruehmten Touristenplaetze zu sehen, sondern auch was sonst so abgeht! Buenos Aires ist eine Metropole mit ca. 14 Millionen Menschen und das merkt man auch! Von den hoechsten Gebaeuden, internationalen Industriesitzen bis in die Armenviertel, die wirklich in aermsten Verhaeltnissen hausen. Es war echt nicht leicht, die ernorme Armut so nah zu erleben. So etwas habe ich auch noch nie zuvor gesehen.

So am Abend war das lustigste unseres ganzen Aufenthaltes in Buenos Aires! Der freundliche Touristenfuehrungsmensch ( hihi, was fuer ein Wort) hat uns Karten fuer ein spektakulaeres Tangotheater gebucht, und er sagte das waere 300 Pesos pro Person, was umgerechnet ca. 100 US. Dollar entspricht. Jim war einverstanden und somit gings also am Abend in das beruehmteste Theater in ganz Argentinien! Als uns ein Auto des Theaters abholte kamen wir in einem wunderschoenen grossen Saal mit fabelhafter Buehne an! Fuer das Essen gab es ca. 20 Besteckstuecke bereits zurecht gelgegt und 3 Glaeser pro Person. Als wir das Essen waehlten, hab ich mich fuer Crepes mit CHampignions entschieden. Nachdem wir uns am Buffet bedienten (und ich das erste Mal sushi getestet habe) war ich schon fast voll, so viele koestlichkeiten gab es da! Aber dann kam der erste Gang, eine Blaetterteigtasche gefuellt mit Gemuese und zeug das mir nicht bekannt war. Das Hauptmenu war dann mein Crepes, und woooow, das war sooo gut! :) Koestlich! Naja und als Nachspeise gabs dann Eis.

Oh man und ich red auch nur vom Essen, oder? WIr hatten wirklich eine wunderschoene Zeit und superviel Spass! Alles war super, doch dann kam die grosse Ueberraschung, die rechnung: Pro Person 300 US. DOLLAR! Der Jim dachte es war ein schlechter Scherz und fuer einen Augenblick war stille und wir alle waren geschockt!  Naja nach kurzem Aufregen von uns allen, haben wir beschlossen, das beste aus dem Abend zu machen. Um uns herum waren ca. 600 Menschen, alle in Abendkostuemen und geschmueckt mit Juwelen.  Bei der Gesellschaft war klar, dass so viel Geld zu erwarten war. Naja die Tangoshow war wirklich FANTASTISCH! Es waren ca. 10 Taenzer/innen, die von einem kleinen Orchester begleitet wurden. Die Taenzer/innen waren alle von bedeidenswerter Statur und auch sonst wirklich einfach nur schoen :) ( Generell, waren dort so wahnsinnig wunderschoene Menschen in der Stadt unterwegs, das glaubt man garnicht!).  Das Tanzen war natuerlich makellos und jede Bewegung sah einfach so leicht und schwerelos aus, alles unglaublich prezise und genau abgestimmt. Atemberaubend. Aber auch das Orchester, die Akkordeonspieler (3), Geige, Kontrabass, Viola und Klavier gaben ihr bestes mit abwechselnden Soli und Ensemblestuecken. Das Tangomotiv war ein roter Faden durch das Progamm und der rythmus blieb mir noch bis ueber die naechsten Tage in den Ohren. Nach einer Show von ca. einer Stunde war es auch schon fast Mitternacht! Als es dann so ca. 3 Minuten vor dem Jahreswechsel war, oeffnete sich der Vorhang nochmals und auf der Buehne stand eine grosse Goldene Geschenkbox. Als der Countdown abgezaehlt wurde, oeffnete sich zum Finale die Box und drei „Gottheiten“ marschierten aus der Box. Die Damen waren nur mit goldenen Bodypaint bedeckt und hatten gigantische Drahtgestelle auf dem Kopf. Es sah alles etwas obskur aus, aber es war definitiv sehenswert!

Anschliessend gab es laute Musik, und Leute haben auf der Buehne getanzt. Die Musik war aus aller Welt und auch Artisten wie Mika, Scissor Sisters waren vertreten. Danach gings nach Hause und auch bald zu Bett. Das war mit sicherheit die aussergewoehnlichste Neujahrsfeier die ich je erlebt habe! Aber mit sicherheit auch eine der Besten. Wir hatten echt, auch trotz der schlechten Ueberraschung, einen wunderschoenen Abend und eine Menge Spass!

Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass in Argentinien KEIN Englisch gesprochen wird, weder in Hotels, Restaurants, noch am Flughafen. Ueberall nur Spanisch. Den Jim hat das ziemlich gestoert, ist ja auch verstaendlich, den sonst ist ja Englisch UEBERALL! Naja wie auch immer, irgendwie konnten wir uns immer verstaendigen und kamen dort hin, wo wir hinwollten.

;-)

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Die Sicht von unserem Hotel

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Unser Balkon

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Im Armutsviertel

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Folklore Taenzer In Caminuto

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Auf dem Friedhof

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Grab von Evita

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Im Theater

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Die attraktiven Taenzer/innen

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Die Goettinnen (die Umhaenge sind dann auch gefallen…)

:)





Von den blauen Bergen…

13 01 2009

… kommen wir, nicht ganz, aber trotzdem ein paar Fotos,
aber nur weil ihr so ZAHLREICH kommentiert… (IRONIEEEE) (aber danke Thomas, Daniel, Irene, Annky und Dodo) ;)

Ihr anderen: Ich schreib mir hier meine Finger wund, lasst doch auch mal paar Worte fuer mich hier!

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Wie gesagt, viele Pflanzen und Naturbilder. Aber ist doch auch mal ganz schoen, oder? Hab wiedermal alle Bilder gemacht, weil die anderen zwei zu faul waren…





Die Schönheit der südlichsten Stadt der Welt!

13 01 2009

Liebe Leser,

Ihr dachtet mit Sicherheit, dass es nach meinem Antarktisbericht erstmal still hier wird… Falsch gedacht! Denn noch hab ich nicht genug in die Tast gehauen!

:)

Hier noch eine kleine Portion Ushuaia-geschwaerme von mir. Zu erst moechte ich aber mal ganz stolz auf meine Umlaute in der Ueberschrift hinweisen! :) Toll oder? Habe diese von einer deutschsprachigen Homepage kopiert und hier eingefuegt. So wahnsinnig clever bin ich… Eigentlich koennte ich es hier staendig so machen, aber da ich viel zu faul fuer sowas bin, muesst ihr euch hier mit den gewohnten ae’s, oe’s und ue’s abfinden.

So, und nun zum wesentlichen! Im folgenden moechte ich euch ein wenig ueber meine zwei letzten Tage in Ushuaia berichten, die wirklich fabuloes abgelaufen sind! Nachdem wir am 29. morgens in Ushuaia ankamen nahmen wir gleich ein Taxi zu unserem vorgebuchten hotel. der Taxifahrer hatte ueberraschender Weise ein paar wenige Englischkentnisse die uns vermuten liesen, dass unser Hotel ca. 15 Minuten von der eigentlichen Stadt entfernt sei. Natuerlich hielten wir das fuer ein Missverstaendnis, denn um Ushuaia gibt es vielleicht 2 asphaltierte Strassen mit ca. 10 einsturzgefaehrdeten Huetten… Doch wir haben den Fahrer tatsaechlich richtig verstanden und somit ging es dann in der Tat auf Landwegen und durch Matschige Gruben in den Pfaden zu einem wunderschoenen Hotel am Strand, dass man aus der Stadt nicht sehen kann, denn um das Hotel herum waren ja keine Strassen oder anderen Haeuser. Im Hotel angekommen checkten wir erstmal ein und… WOW es war mit Abstand das tollste Hotel, dass wir bis dato erlebt hatten! (was zumindest Jorgen und mich betrifft). In der Lobby gab es einen grossen steinernen Kamin mit lodernden Feuerchen, damit einige Couches mit Fell und einem wunderschoenen Holztisch, der offenbar aus irgendeiner Wurzel hergestellt wurde. In der Lobby gab es ausserdem einen kleinen Brunnen genau in der Mitte, der einfach alle Blicke auf sich zog. Das Zimmer hatte drei grosse Betten, die mit den schoensten Decken und Kissen perfekt zum Holz des Bettes angepasst wurden. Die Decke und der Boden waren ebenfalls aus dunklem, matt-glaenzenden Holz, waehrend das Badezimmer aus dunklem Gestein und Glass hergerichtet wurde, was wirklich zuperschoen wirkte. Im generellen wurde bei diesem Hotel sehr stilvoll auf alle Kleinigkeiten geachtet um alles trotzdem einfach, simpel und natuerlich wirken zu lassen.

Doch genug von einem Hotel, denn sowas koennt ihr ja auch in jedem Hotelmagazin lesen/sehen. Hin zu Ushuaia! Den Nachmittag haben wir dann in der Stadt verbracht, wobei wir in einem kleinen Schockogeschaeft University of Georgia Studenten getroffen haben, die uns dann freundlicherweise einen Tipp fuer ein gutes und guenstiges Restaurant gaben. Es war wirlich ein grosser zufall, dass wir die dort getroffen haben, denn immerhin haben wir IN USHUAIA selbst, NIE jemanden getroffen, der aus Amerika kam. :) Im Schockogeschaeft gabs allerdings ein guten Brownie und eine heisse Schocki, wobei der Jim und Jorgen einen Kaffee bestellt hatten. Als die getraenke kamen, gabs den Kaffee in Espressogroesse (wie sich hinterher herausstellte in ganz Argentinien, wenn du einen gewoehnlichen Kaffee bestellst) was die Jungs ziemlich enttaeuscht hat und mich mit meiner Schoki natuerlich viel besser aussehen lassen hat. :)

Als wir dann so, nach einem Museumsbesuch des Gefaengismuseums (was ganz interessant war! wer haette gedacht, dass dort unten tatsaechlich eins der groessten Schwerverbrechergefaengnisse der Welt war!? Die Leute dort haben es behandelt wie Askaban :D ) haben wir uns dann entschlossen den beruehmten Ushuaia Gletscher zu besichtigen. Und das sollte fuer mich wiedermal eins unserer vielen Highlights werden. Aber ich glaube dort habe ich die tollsten Kulissenbilder meines Lebens in meinen Kopf gebrannt ;) Und keiner kann sie mir wegnehmen! :D

Der Gletscher war, auf einer Serpentine ein ca. 20minuetiger Autoweg, und von dort aus ging es mit einem Gondellift naeher an die ganze Geschichte. Wer schonmal in Deutschland oder Oesterreich in einer Gondel gefahren ist, weiss, dass sie dort sehr auf sicherheit und auf diese Buegel wert legen. Was dort absolut nicht der Fall war. Denn wenn du Lust hattest konntest du grad mal ohne Buegel fahren und auch sonst – kein Personal, dass dir beim Einsteigen oder Aussteigen half. – Was mich jetzt nicht sonderlich stoerte ;)

Am Berg angekommen ging das ganze Erlebnis aber erstmal los! Denn von dort aus begannen einige schoene Wanderwege, die hoch hinauf in die verschneiten Berge fuehrten.

Der Weg fuer den wir uns entschieden haben, fuehrte ziemlich weit hinauf, bis an die steilen Steinwaende, die nicht fern von den Gipfeln waren – und dort war es so richtig KALT! Brrr… Allerdings haben wir auf unserem ca. 2-3 Stuendigen Weg eine MENGE wundervoller und farbenfroher Pflanzen und bluemchen gesehen, die direkt neben den kleinen Steinigem Pfad der kaelte Standhielten. Desweiteren gab es dort unmengen von Julia’s (meine Schwester) Lieblingen: Moose! Diese Moose gab es dort in allem moeglichen Ausfuehrungen, als grossblaettrige dunkelgruene und als hellgruene Flaechen, die an wenigen Stellen kleine Knospen hatten. Moose die ein wenig blaeulich wirkten gab es auch. (Die Anspielung auf die Julia, weil sie sowas ja studiert). Bei all den wunderschoenen Pflanzen und Steinen die es dort oben gab, viel mir auf, dass ich, bis auf 2 Schmetterlinge allerdings kein einziges Tier sah! Keine Voegel, keine Maeuse, keine Fische im Bach, kein garnichts… Nichtmal Insekten!

Naja wie auch immer, die Ausicht war einfach umwerfend: Der Pfad war in einem kleinen Spalt zwischen den gigantischen Bergen und inmitten des grossen Tales, das wie ein V bis nach Ushuaia fuehrte und auch so perfekte Sicht auf Ushuaia und den Hafen gab, wovon wir dann auch unser kleines Schiffchen sehen konnten.

Auf dem rueckweg nach unten viel mir noch etwas sehr aussergewoehnliches auf: als wir wieder in die Baumzone kamen, bemerkte ich, dass alle Baeume sehr ausserordentliche Stammformen besassen und dass alle extrems gebogen und verwirrt vielleicht grademal eine Hoehe von ca. 2.5 Meter Maximalhoehe aufwiesen. Das hat mit sicherheit mit dem kalten Wetter zu tun, das dort im Winter herrschen muss! Jedenfalls waren die Baeume unglaublich schoen und fast wie Kunstwerke, so wirr mit den Aesten und Stamm verschlungen.

Den restlichen Abend verbrachten wir dann im empfohlenen Restaurant, wo ich mir dann Pasta goennen durfte, was einfach unglaublich gut tut! Da man hier in meinem Haus hier so wenig mit Nudeln oder Brot und Reis ist, was, wer mich kennt, ja mal garnicht gut geht :D
Geschlafen hab ich in der Nacht besonders gut, da ich ja seit fast zwei Wochen nicht mehr in einem absolut ruhigem Bett geschlafen hatte. Und um ehrlich zu sein, das Hotelbett, war besser als das Bett in meinem kleinen Kabinchen auf dem Schiff… Die Nacht war schnell vorbei, und als ich die Augen aufmachte, war es schon wieder viel zu spaet am naechsten Morgen. ;) Um ca. 10 Uhr mussten wir dann schon am Flughafen sein, was nach einem erstaerkenden Fruehstueck in dem wundervollen Hotel auch kein Problem war! Denn zu Fruehstueck gab es alles was man sich nur vorstellen kann – Frisch und koestlich zum Verzehr bereit. Das hab ich mir nicht lange sagen muessen und schon war der Bauch voll, denn wenn man nicht mit Verstand isst, ist man schneller voll als man eigentlich will! :(

(dafuer hab ich mir dann etwas mit rausgeschmuggelt. hihi)

Der Flug war dann auch ganz angenehm, denn wir hatten, aufgrund eines buchungsproblemes der Argentur 1. Klasse Sitze, die natuerlich viel bequemer und gemuetlicher sind. Als dann allerdings ein grausam Stinkiger Mann hinzustieg und seinen gigantisches Hinterteil neben mir platzierte wurde aus dem Flug eine schweiss-ueber-parfuermierte Erfahrung, die ich einfach angeekelt und ernuechternd auf mich nehmen musste… es war aber gottseidank noch auszuhalten, als ich nach 20 Minuten ein wenig Schlaf fand.

Der Flug war ca. 3 1/2 Stunden, bis wir am 30. wieder in Buenos Aires landeten…

Aber das, gehoert zur naechsten Geschichte!





Eine Reise ans Ende der Welt… und darueber hinaus! (Teil 2)

9 01 2009

Hallo,

Es hat zwar einige tage gedauert, aber hier nun der naechste Teil meines kleinen Expeditionsberichtes!

6. Routine:

Um fuer euch ein wenig zu beschreiben, wie die Tage dort unten so abgelaufen sind, hier mal eine kleine Zusammenfassung der taeglichen Routine:

Am morgen um ca.7 wurden wir mit einer Durchsage geweckt und mit der 3-mal Taeglichen Begruessung des Begleitpersonals „Ladies and Gentlemen, it is 7:30 and your Breakfast is served. Bon Appetite!“ in den Essraum gebeten. Dort gab es dann morgens immer ein buffet mit allen moeglichen Koestlichkeiten und dann wurde fuer gewoehnlich mit Stephanie und ihrer Oma gegessen. Mittags gab es ebenfalls ein buffet und fuer abend hat man dan immer vorbestellen muessen (waehrend dem Lunch). Es gab jeden Tag ein anderes Thema nachdem das Essen bereitet wurde, da gab es dann zum Beispiel England Day, oder Norwegischer Tag oder auch Deutscher tag, wo es dann je nach Nation die Traditionelle Speise bereitet wurde. Zum Abendessen konnte man dann immer zwischen ca. 5 unterschiedlichen Speisen unterscheiden, wobei es aber auch immer nach dem Folgenden ablief: Suppe, Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise. Das Essen war wirklich sagenhaft! Ich hab selten so delikate Koestlichkeiten auf einem haufen gesehen! Hatte keine einzige Speise bei der ich sagen musste, sie haette mir nicht geschmeckt. Mein Lieblingstag war wahrscheinlich die Asiatischen Delikatessen, wo ich dann ein Gemuese, das irgendwie anders aber einfach lecker mit Reis zubereitet wurde genossen. :) Das Personal auf dem Schiff war ausschliesslich von den Philipinen und alle waren auserordentlich freundlich und hilfsbereit. Da gab es dann zum Bespiel Sheila und Nina, die mich immer gefragt haben wie es mir geht und ob sie mir was zum Essen oder Trinken bringen koennen. Soo nette Maedchen!

Anschliessend stand dann meisten eine erste Landung oder eine Zodiac (die Motorschlauchboote)Cruise an. Also gingen dann alle in den „Wetroom“, wo die (vom Schiff gestellten) nassen Stiefel, Jacken, Rettungswesten und alle saemtlichen nassen Anziehsachen zum trocknen hingen. Nachdem man sich dann in seine Wasserfesten Stiefel gequetscht hat (weil man ja so dicke socken anhatte ;) ), Regenjacke, Hose und Rettungsweste aufgezogen hat musste man sich dann in eine Reihe von Leuten anstellen um darauf zu warten in einen Zodiac steigen zu duerfen. In ein Zodiac duerfen 15 Leute, aber wir waren meist nur mit 12 Mann besetzt. In den Zodiacs sassen wir dann alle am Rand und haben uns an Seilen festgehalten. Ich habe immer Stephanies Oma, die schon ueber 80 ist, bewundert, denn sie stieg die heruntergelassene Leiter herab und ist jedesmal in den Zodiac geklettert und mit uns mitgefahren! Wahnsinn.

Von dort aus gings dann eben, je nach Landung oder Cruise, entweder fuer eine Stunde im Wasser herum zwischen Eisbergen und Robben oder eben auf Land. Bei den Cruisen durften wir dann immer entscheiden wo wir hin wollten und was wir sehen wollten, jedenfalls konnte uns das Team ueber ALLES was interessantes erzaehlen. Die leute waren einfach, wie bereits erwaehnt, unglaublich erfahren und informativ. Die Landungen waren fuer mich allerdings immer ein wenig spannender, denn dort durfte man tatsaechlich im Schnee toben! Meist gab es kleine rote Flaggen, die einen den Weg zeigten, den man folgen sollte. Die Wege waren je nach Steigung des Berges unterschiedlich lang, aber meist hat man fuer eine Route hin und zurueck -mit gelegentlichen Pausen zum Bilderschiessen- ca. 1 Stunde gebraucht. Der Schnee an der Antarktis ist… Gelb, Rot,Braun und Gruen… :) Keine Angst, nur an Pinguinnestplaetzen. ;) Denn die kleinen scheissen wirklich was das Zeug haelt in der Gegend rum… Aber bei den suessen kleinen Tierchen, wie kann man denn schon stinkig auf sie sein? :P Nein der Schnee ist sonst wirklich traumhaft und die Schneeflocken sehen tatsaechlich so aus, wie man sie aus papier auschneidet, so wie man sie immer malt. Ich hab garnicht gewusst, dass schneeflocken wirklich SO schoene Formen haben koennen! Doch der Schnee war nicht nur Menschenfreundlich, denn wenn man so durch den Schnee stapfte ist man jedenzweiten Schritt mal Knietief, mal huefttief eingesunken! :) Meist war das ganz lustig, aber nach einer Weile konnte es ganz schoen anstrengend und ermuedent werden. Vorallem wenn die Stiefel dann im Schnee stecken geblieben sind… Naja Ansonsten haben wir dann im Schnee Schneemaenner gebaut, Schneeballschlachten gehabt, Schneeengel gemacht und das witzigste war: Vom Berg im Schnee herunterrutschen! Man brauchte nichtmal ein Schlitten,denn aufm Po konnte man wirklich perfekt herunterrutschen! Es ging schneller und war ausserdem viel witziger. ;) Die Rutschrinnen wurden dann von den Expeditionsleitern am Morgen vorbereitet und am Mittag wurden sie dann ausreichend von jung und alt benutzt. :)

Die Landungen waren aber auch etwas ganz besonderes, denn man konnte tatsaechlich Fuss auf den Antarktischen Kontinent setzen! Ausserdem konnten wir endlich mal die Antarktis mit eigenen Haenden erkunden. :) Das war sowas besonderes! Dem ganzen Leben so nah zu sein! Wir waren nicht erlaubt den Tieren naeher als 5 Meter zu kommen, aber wie auch das personal uns immer sagte: Aber die Tiere waren erlaubt DIR naeher zu kommen! Und das taten sie auch! Entweder die kleinen Pinguine die ploetzlich in unseren Weg gewatschelt sind und sich dann dort einfach fuer eine halbe Stunde hingesetzt haben, oder die Robben, die einfach mit uns mitgeschwommen sind im Zodiac um sich dann neben uns an die Kueste zu legen. Es war einfach wahnsinnig wie mutig diese kleinen Tieren(oder grossen) sich einfach an uns heran getraut haben! Es war ausserdem natuerlich unglaublich cool einen kleinen Pingu neben sich sitzen zu haben. Oder wenn du da sitzt, ein kleiner Pingu, am Bauch herumrutschend, dich umkreist. Wahnsinnig toll war auch folgendes: Pinguine watscheln ja so vor sich hin, oder rutschen auf ihren Baeuchen umher, aber manchmal, wenn sie grade so laufen, sinken sie mit einem Fuss im Schnee ein und fallen einfach ganz plump auf ihre dick gepolsterten Baeuche. Das ist wirklich das lustigste Bild, dass man sich nur vorstellen kann!
:) Die Landungen waren gewoehnlich nach ca. 2 – 3 Stunden vorbei, was aber auch reichte, denn das Team machte sich alle Muehe uns die schoensten Plaetze in so kurzer zeit zu zeigen.

Somit ging es also auf ca. 10 Landungen wobei ich einfach jede unglaublich genoss und immer ein wenig traurig war, wenn es dann zurueck aufs Schiff ging.

Ansonsten auf dem Schiff: Wenn man zurueck von den landungen oder Cruisen kam hing man nasse sachen im Wetroom auf und anschliessen ging man fuer gewoehnlich in die Observation lounge, wo es Tee, Kaffee, Getraenke und Kekse gab. Der Raum war riesig und alle Lesungen wurden dort abgehalten und auch alle Feiern wurden dort veranstaltet, die Waende des Raumes waren, bis auf eine, voller riesiger Fenster und somit konnte man auch tagsueber einfach in der Waerme die wunderschoene Natur bestaunen.

7.WALE:

Wir haben auf unserem Trip so einige Wale und Delphine betrachten koennen. Die meisten waren jedoch so weit entfernt, dass es mir unmoeglich erschien ein Bild zu schiessen. Meistens gab es urploeztlich eine Durchsage, dass wir alle eine Herde von Buckel,Blau oder Orcas nordwest oder (wo auch immer) sehen konnten! Und dann rannte man auf die Bridge und konnte tatsaechlich, meist in weiter Ferne, die gigantischen Flossen bestaunen. Doch manchmal hatten wir wirklich grosses Glueck und kamen wirklich nah an die groessten Lebewesen der Erde heran! Die gigantischen Flossen aus dem dem Wasser ragen zu sehen, das Wasser spritzen, wenn sie in die Luft pusten war wirklich spektakulaer! Aber nicht nur das, denn einige Male hatten wir ungewoehnliches Gleuck! Wie ihr auf den einen Bildern sehen koennt wurde unser Schiff tatsaechlich von einer Horde Orkas umringt, die dann auch einige Minuten mit uns mitgeschwommen sind!! Die Orkas sind im Grunde gingantische Schwarz/weisse Delphine die von den Amerikanern undliebevoll „Killer whales“ genannt werden. Als die Orkas mit uns mitschwammen stuermten alle ganz wie verrueckt auf das Deck und staunten und schossen Bilder. Ich hab in dem Moment einfach kein Wort herausgebracht! Denn ich war einfach so ueberwaeltigt.

Ansonsten haben wir noch ganz viele Delphine am rueckweg gesehen, die auch mit uns mitgeschwommen sind, aber wesentlich kuerzer und leider waren sie nur ganz schlecht sichtbar. Naja aber die Tatsache zaehlt ja!!

8. Unendliche Tage:

Wie ihr Sicher schonmal irgendwo gehoert oder gelesen habt, wird es im Sommer an der Antarktis nicht wirklich Nacht. Und wow. Ihr glaubt nicht wie verrueckt das sein kann! So richtig dunkel wurde es nie so wirklich, nur zwischen 2 und 6 Uhr morgens verschwand die Sonne mal und der Himmel faerbte sich meist Rot oder violett! Leider hab ich das nur sehr selten miterlebt, denn meistens habe ich zu dieser zeit geschlafen, erschoepft von den unglaublichen Dingen die ich Tagsueber so zu Gesicht bekommen habe!

9. Weisse Weihnacht:

Am Schiff gab es einen Musiker mti dem Namen Steward, der unbedingt an Heilig Abend eine grosse Weihnachtsshow praesentieren wollte. Er ist angeblich Songwriter und hatte das Stueck selbst geschrieben… Das hat er am ersten Tag an der Antarktis mir und Jorgen eroeffnet, da ihm wohl jemand gesagt hatte, dass wir auch Musik machen wuerden. Er hat dann also den Jorgen ueberredet die Stuecke auf seiner Geige zu begleiten und nachdem ich den Jorgen nicht alleine da haengen lassen wollte, hab ich mich dann auch bereit erklaert bei einem Stueck gesanglich mitzuwirken. Steward war ueberwaeltigt von der Musikalischen zusammenarbeit und nach 3 Tagen hatte er zusaetlich noch 4 andere Stuecke fuer mich zum singen…. und es war mitlerweile zu spaet einfach die ganze Sache abzusagen. Und so dachte ich mir, was solls? Die Leute siehst du eh nie wieder! Aber in Tatsache wurde es peinlicher als ich es mir je ertraeumt hatte! Ich meine die Lieder waren in Ordnung und haben eigentlich auch Spass gemacht, doch das Stueck war einfach nur grottenschlecht und hatte wirlich null handlung… Die Leute waren ein wenig geschockt wie dumm der Steward sich da anstellte und was er eigentlich fuer eine tolle Show versprach und dann sowas… Aber spaetestens beim Letzten Lied von Jorgen und mir waren alle Leute begeistert und das bloede Stueck war vergessen. Viele Leute kamen zu mir und sagten mir, sie haetten die lieder und meinen Gesang sehr genossen, was mich schon sehr freute :) Achja das letzte Lied „You can depend on me“, hat Steward mir dann gewidmet und das naechste mal wenn ich in Australien bin, schreibt er mir ein eigenes Musical.

:D Der Mann ist einfach verrueckt! Aber eigentlich ganz putzig… Wie er immer denkt, dass alle seine Arbeit bewundern und ihn respektieren… :) Ich fand ihn sehr amuesant und auch wenn er wie ein Wasserfall reden konnte, hab ich immer einen Weg gefunden ihm irgendwie zu entkommen ohne ihn gross zu enttaeuschen.

Ansonsten war Weihnachten… Anders! Ueber Heilig Abend ankerten wir in einer Bucht, umringt von gigantischen Gletschern. Wir hatten in der Observation Lounge ein riesen Weihnachtsfestmahl mit allem Drum und drann und dann gab es auch eine grosse Party mit Karaoke und einer Menge Spass! ich und Jorgen blieben mit unseren neuen Freunden bis zum morgen und dort fing es an zwischen unserer Jugendgruppe so eine richtig enge verbindung zu geben. :) Wir alle sind kaum von einander weggekommen und haben jede Minute gemeinsam, in unserer tollen Gruppe genossen.

:)

Die anderen Weihnachtstage waren auch schoen und an einem der Tage haben Jim, Jorgen und ich auch einige Weihnachtslieder mit Keyboard, Geige und Gesang fuer die Leute presentiert, was unglaublich gut bei den ganzen leuten ankam!

10. Rueckreise

So nach beinahe 6 Tagen auf der Antarktis ging es dann am 27. Auch wieder zurueck gen Suedamerika durch die Drake Passage und wieder war der Max seekrank… Allerdings nicht so schlimm wie bei der Hinreise. :) In den tagen ist nciht viel passiert, ausser das der Abschied am letzten Abend extrem traurig wurde! Am naechsten Morgen flossen dann auch einige tausende Traenen und versprechungen in Kontakt zu bleiben. Es bleibt nicht viel zu sagen ausser, dass es einfach der beste Trip war, den man sich nur vorstellen kann! und dass all die Naturwunder das schoenste ist, dass man mit seinen Augen nur sehen kann. ich liebe die Antarktis, und wenn ich je wieder die Chance habe dort hin zu fahren, werde ich sie ohne bedenken wahrnehmen. Wahnsinn!

Weitere Artikel ueber die Heimreise und Neujahr in Argentinien und Buenos Aires folgen!





Antarktis Bilder, Teil 2.

6 01 2009

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Der Groesste Eisberg auf unserer Reise… Das ganz kleine dunkle im Wasser ist ein Boot!

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Polar Star :)

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The Brothers :D

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Vulkanische Insel

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Mein Lieblingsbild :D

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Ihr Seht: Die Pinguine sind UNS gefolgt! Daher konnten wir so gute Bilder Schiessen!

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Das goldigste geschoepf der Welt :)

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:)

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Britische Station

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Im Fluge erwischt !

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Orkas!!!

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Die sind einfach mit uns mitgeschwommen!

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Den Berg runterrutschen, war meist einfacher als laufen und im Schnee versinken!

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Die kleinen Chinstraps sind bis in die hoechsten Berge geklettert.

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An heilig Abend

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Einfach mit uns mitgeschwommen!

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Ein Bad am vulkanischen Inselstrand :D Der Strand war heiss!!!

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Die Fungroup!

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Jorgen und Steward… Mehr darueber folgt spaeter….

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Mehr Bilder und Information kommt in den naechsten Tagen!!!





Antarktis Bilder, Teil 1

4 01 2009

Hier natuerlich das, was ihr lieber habt als Worte, meine Bilder von dem trip.

ABER! Das ist erst der Anfang :D

Mehr folgen die naechsten Tage!

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Toursimusindustrie in Ushuaia

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Vom Hafen mit sicht auf den Beagle Channel

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IM Beagle Channel

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Mein erstes Pinguin Bild :)

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Pinguin Liebe :)

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Mit Stephanie

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Wir Jungs mit Dan, einem Canadischen Agenten xD

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Jorgen, Ich und Jim

Mehr Bilder folgen in Kuerze…





Eine Reise ans Ende der Welt… und darueber hinaus! (Teil 1)

4 01 2009

Erstmal ein frohes neues Jahr an euch alle! Mein erster Blogeintrag 2009 wird wahrscheinlich auch mein aussergewoehnlichster und unglaublichster, denn ich war wirklich am Ende der Welt…

1 : Hinflug

Also am 17. Dezember am Morgen begann unsere fantastische Reise. Um ungefaehr acht Uhr morgens packten wir bereits unsere Koffer in das Auto und auf gings nach Atlanta. Am Flughafen durften wir natuerlich ewigkeiten warten, denn wir flogen mit Delta, die groesste Fluggesellschaft der Welt, und damit durften wir auch ewig warten, bis wir endlich einchecken durften!

Um 12 Uhr nochwas sassen wir dann im Flieger nach Miami, Florida. An den Flug kann ich mich nichtmehr so wirklich erinnern, denn da ist so viel passiert, seitdem! In Miami wechselten wir dann ins Flugzeug nach Panama City und dort sass ich dann zwischen zwei lustigen Typen. Einer von denen war vielleicht so 18 und war schoen ueberall auf der Welt :) und kam gerade zurueck von Deutschland in seine Heimat, columbien.

So in Panama City haben wir dann ein wenig rumgelungert am Flughafen bis wir dann endlich in den Flieger nach Buenos Aires, der Hauptstadt von Argentinien durften. Wow. Wir hatten im wahrsten Sinne des Wortes „Scheissplaetze“, denn wir waren in der letzten Reihe und direkt neben dem Klo. ;) Im Endeffekt war das dann aber halb so schlimm, denn da es eh ein Uebernacht-Flug war, haben wir fast durchgeschlafen. Ich erinner mich nur noch dran, dass Jim und Jorgen sich eine Schlaftablette gegoennt haben und anschliessend auch ein Glaeschen Wein und das wirkte… ich glaube die zwei haben nicht viel vom Flug mitbekommen :)

In Buenos Aires angekommen waren wir erstmal schockiert wie warm es da war! Dort ist ja grad Sommeranfang und das hat man echt ordentlich zu spueren bekommen… ;) Die Sonne strahlte mit voller Kraft als wir vom Internationalen Airport ein Taxi zum Nationalen Airport nahmen. Die Flughaefen waren ca. eine Stunde von einander entfernt. Der Verkehr in Buenos Aires ist wahnsinn! Dort gibt es weder Linen auf der Strasse noch Reihen, denen die Autos folgen. Dort gibt es nur zwei Spuren, eine in eine und die andere in die Andere Richtung ;P Und dort wir auch gefahren wie man grad lustig ist… Auch der Abstand zwischen den Autos ist je nach Fahrer mal 10 mal 5 Centimeter. :D

Naja am Flughafen mussten wir dann erstmal eine Menge Zeit totschlagen und so machten wir uns auf einen kleinen Spaziergang an der Hauptstrasse entlang :D Das war natuerlich nicht ideal, aber um sich die Beine zu vertreten schon genuegend ;) Nach ewigen Stunden Wartens haben wir dann einen kleinen Kiosk gefunden, und uns dort hingesetzt…. Da der Jorgen ja seine Geige mit sich hatte, packte er einfach mal aus und hat ein bisschen Folkmusik fuer die verbluefften Leute gespielt ;) Das war echt lustig und die Leute waren dann (and Ende) doch begeistert und es gab dann auch einen kleinen Applaus.

Anschliessend waren wir im Flughafen und warteten…. und warteten…. und ploetzlich: Die Durchsagen ueberall:“Passengers Smith, Gawlik, und …Ah Nur…Aaah… last Call“ Ahhh und es hiess rennen, denn der Jim hat sich irgendwie mit dem Zeitplan verschaut, was aber echt passieren kann, denn das war echt verwirrend. Gott sei Dank haben wir dann aber noch rechtzeitig das Gate erreicht und somit den Flug erwischt! Im Flugzeug war es unertraeglich warm und ueberall wimmelte es nur so von komischen Deutschen Touristen… ;)

2.: First Time In Ushuaia

Das Flugzeug flog fuer ca. 2-3 Stunden und in den letzten 20 Minuten geschah das erste grosse Wunder auf diesem Trip fuer mich: Als wir so durch die Wolken flogen, ging urploetzlich ein Staunen durch die Leute, denn als sich schliesslich einige Luecken in den Wolken unter uns oeffneten, konnte man die wunderschoensten schneebedeckten Berggipfel bestauenen, die man sich nur vorstellen kann! Es war beinahe so wir in Herr der Ringe, die atemberaubenden Gebirgsketten und dazwischen die Taeler… Und das beste war: Keine Strassen, keine Haeuser, keine Felder, keine Zivilisation, nur unberuehrte Natur in der schoensten Kulisse die man sich ertraeumen kann! In Ushuaia am Flughafen war ich erstmal so erstaunt, dass ich mich kaum fassen konnte!

Das kleine Staedtchen war in einem Tal (fast so wie diese Fjords in Norwegen ;) ) am Ufer vom Beagle Channel. Mit einem kleinen Hafen, und ca. 80.000 Menschen. Umgeben von gigantischen Bergen mit Schneegipfeln und einem Gletscher. Die Leute in Ushuaia sind sehr nett und sehen echt total schoen aus :) Ihre Hautfarbe ist leichtes Braunliches Rot und die Haare sind meistens Schwarz. Natuerlich sehen dort nicht alle Leute so aus, denn es ist ja auch eine Stadt die gross im Tourismusgeschaeft ist. Aber einige, denn der Legende nach waren dort die mit die aeltesten Ureinwohner Suedamerikas. (die Angeblich immer Nackt rumgelaufen sind!) TROTZ DER AFFENKAELTE IM WINTER! Anscheinend solls im Winter dort bis an die -25*C werden… Ein Glueck, dass grad Sommer war! Naja Ushuaia ist ja die Suedlichste Stadt der Welt und deswegen, wie schon gesagt auch ziemlich gross im Tourismus. Daher kam es auch, dass wir dann in einem wesentlich geilen Luxushotel blieben :P

Am Abend goennten wir uns dann ein Essen in einem Krassen Luxusrestaurant mit dem BESTEN Lachs den ich je genossen hab! Ansonsten habe n wir dann noch einen Wein geoeffnet und angestossen, auf unsere grosse Reise! Nach einem kurzen Abendspaziergang ( denn es war vielleicht nur so 7*C und wir waren immernoch in unserer Buenos Aires – Sommertracht) und einem bestaunen der grossen Schiffe gings dann an diesem Abend auch recht Bald ins Bettchen.

Am naechsten Morgen haben wir dann verschlafen und sind schliesslich um ca. 12:30 aufgewacht ;) Den Tag haben wir dann nur mit Bummeln verbracht, bis es dann 4 Uhr wurde und es Zeit wurde sich zum Hafen zu begeben!

Am Hafen angelangt, wurden wir dann, nach einer Sicherheitskontrolle zum Schiff gefuehrt.

3.: Das Neue Zuhause

Welcome on POLAR STAR mein neues Zuhause fuer die naechsten 10 Tage! Das Schiff war ausgestattet fuer 100 Leute, und so viele waren dann auch drauf. Und innerhalb der kurzen Zeit wuchsen wir dann wirklich zusammen wie eine kleine Familie :) Nach einem Willkommensgruss und einem Kurzen Lifevestdrill gings dann tatsaechlich los!!! Auf die groesste Reise die ich mir nur vorstellen konnte! Als wir so aus dem Hafen herausmanoevrierten, kam ein Maedl auf mich zu, die spaeter ein sehr guter Freund werden sollte: Stephanie aus London, Halbdeutsch. So haben wir uns dann ein wenig unterhalten und kennen gelernt. Mensch war ich froh, dass wir (der Jorgen und ich) nicht die einzigen Jugendlichen auf dem Schiff waren, denn in der information die wir vorab geschickt bekommen hatten hiess es das Durschnittsalter betrage 46-63 oder so. Und anscheinend, stellte sich spaeter heraus, fuerchteten sich alle meine Freunde davor ;) .

Am Abend tuckerten wir also durch den Beagle Channel, zwischen Argentinien und Chile und einer atemberaubenden Kulisse! Im Kanal gab es dann schon die ersten tollen Voegel und Pinguine zu bestaunen und dort haben wir dann auch irgendwann Tschuess sagen muessen, zu Suedamerika und dem „Fin del Mundo“ (Dem Ende der Welt) oder dem Feuerland und hallo zu dem Offenen Ozean, zur Drake Passage, der meistgefuerchteten See der Welt. Und tatsaechlich… die See war nicht ohne!

4.: Seekrank

Die Drake Passage ist tatsaechlich nich ganz so spassig… Als ich am Morgen aufwachte und meine Augen oeffnete…. Rannte ich aufs Klo um mich zu uebergeben ;) . Unsere Kabine war recht klein und ich schlief auf einem Stockbett, oben. Toll… Die naechsten zwei Tage spielte sich dieses Bild des oefteren ab: Ich quaele mich im Bett herum bis ich dann schliesslich runterplumpse wie ein Sack voller Kartoffeln und mich mit den letzten Schritten ueber die Kloschuessel Stuerze. Wir mussten uns unser Badezimmer mit dem Raum neben uns teilen, und darum bin ich Froh! Denn neben uns war das Zimmer des Doktors! Und da er mitbekommen hab, dass ich mich am ersten Tag bereits 10 mal ( ohne Mist) Uebergeben musste, hat er sich dann um mich gekuemmert und mir ein Seeuebelkeitspflaster verpasst, da ich jegliche Tabletten sofort wieder… absorbiert habe ;) . Angeblich hatten wir perfektes Wetter und die See war sehr ruhig… (die Wellen waren nur so 4 Meter hoch und jede Sekunde die du aufrecht standest wurdest du auf die andere Seite des Raumes geschlaeudert). und ich bin wahsinnig gluecklich, dass wir „Stille See“ geniessen durften, denn in meinem Magen war bereits nichts mehr zum auswerfen… :D

Naja die zwei Tage ist es wohl einigen Leuten so ergangen, aber angeblich war ich dann noch einer der Spezialfaelle.

5.: Der Erste Tag an der Antarktis

Als ich am dritten Morgen aufm Schiff meine Augen oeffnete wusste ich sofort, dass etwas anders war! Ja! Ich musste nicht mehr aufs Klo rennen, denn wir waren ENDLICH raus aus der Drake Passage! Allein deshalb hab ich mich schon so wesentlich gefreut… Doch als ich dann einen Blick nach draussen warf, war ALLE Seeuebelkeit und all das herumgekotze mit einem Mal vergessen! Unser Schiff war zwischen wahnsinnigen Schneebergen und Eisbergen und der Schnee rieselte langsam auf uns herab. Das war wirklich wie in einem Traum! Mein aller erster Blick mit eigenen Augen auf die Antarktis, war ein Blick voller Staunen, voller Atemlosigkeit. Ich werde nie vergessen, wie schoen, wie friedlich und wie blau und weiss die Antarktis war. :) Am Morgen gings dann also nach einem kurzen Fruehstueck mit meinen vielen Freunden auf dem Schiff los mit den Zodiacs (eine art Schlauchboot mit Motor) auf Land und dort hab ich dann auch meine ersten Pinguine getroffen! Wir haben dort Gentoo Pinguine getroffen (eine von 4 Arten die wir innerhalb der 5 Tage auf Land sehen durften).  Ich habe mich in diese kleinen watschelnden Tiere verliebt und trotz ihres bestialischen Gestankes hab ich mich ganz oft hingesetzt um von den kleinen Kreaturen umzingelt zu werden. Piguine stinken wirklich schlimmer als im Kuhstall, und auch ihr Kot versaut den ganzen Schnee und macht alles Braun und Matschig. Aber was solls, denn die kleinen Watscheln dann in deinen Weg und setzen sich einfach hin. Und du kannst nichts machen als warten…. und warten… bis sie sich endlich davon machen und du auf deinem kleinen Pfad weitergehen kannst.

Der Teil der Antarktis auf dem wir uns befanden wird Antarktische Peninsula genannt und die meisten „Besucher“ werden an diesen Teil der Antarktis gefuehrt. Jaehrlich kommen ca. 30.000 Besucher an die Antarktis, mit Schiffen wie unserem. Unser expeditionsTeam war wahnsinnig toll, denn sie wussten wirklich alles was man sie nur Fragen wollte. Da waren Sonya (von Deutschland), Ursula (von der Schweiz), Joel (amerika), Chris (Amerika), Megan (Australien), Jack (England) und noch einige andere. Die Leute waren entweder Geographen, Authoren, Biologen oder sonstige Forscher. Die Passagiere waren aber auch von aller Welt und somit habe ich nun neue Freunde aus Amerika, Canada, England, Deutschland, Australien, Holland, China, Deutschland… Es waren einige Jugendliche am Schiff und wir haben uns alle so gut verstanden, dass sich nach wenigen Tagen eine feste Gruppe von netten Leuten Bildete, diese Bestand aus: Annie, Cara, Steph, Maggie, Anya, Mir, Jorgen und Tucker.  Und fast alle waren zwischen 16 und 18.

Auf unserer Reise haben wir auch zwei Stationen besucht, eine Ukrainische (Vernadsky) und eine Britische (Port Lockroy). Auf der Ukranischen Station haben wir dann auch eine Fuehrung bekommen und einen Einblick in das Leben der Forscher bekommen. Wahnsinn wie die so vernab der Zivilisation leben koennen in einer unglaublichen Kaelte im Winter von ca. -50*C… Naja auf der Station wurde uebrigends, vor einige Jahren, das Ozonloch entdeckt! Die Britische Station war uebrigends nicht mehr in Aktion, war nur noch so etwas wie ein Museum fuer die Besuchter.

Das Wetter war alles in Allem echt traumhaft und ueberraschend warm! Tagsueber war es zwar meist Bewoelkt aber dafuer nur ca. 1-3 Grad Celsius, was, wenn man sich vorstellt, dass wir am kaeltesten, trockensten und windigsten Kontinent der Welt waren, echt warm ist! Naja um ehrlich zu sein, es ist ja grad Sommer dort und wir waren ja eh nur an der noerdlichsten Kueste… Ich will nicht wissen wie es sich am tatsaechlichen Suedpol zur Winterzeit anfuehlt ;) .

So, da ich jetzt schon eine Menge geschrieben hab, mach ich hier mal eine Kurze Pause und werde Spaeter oder morgen weiter machen, denn meine Finger brennen schon vom Tippen. :D